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Anstieg der Alkoholunfälle in Deutschland: Ein alarmierender Trend

Verkehrsunfääle unter Alkoholeinfluss
Quelle: Usman Malik auf Unplash

Zunahme der Alkoholunfälle in Deutschland

Im letzten Jahr hat die Anzahl der Deutschen, die alkoholisiert Auto fahren und in schwere Verkehrsunfälle verwickelt sind, erheblich zugenommen. Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Anzahl der Alkoholunfälle im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie gestiegen. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 38.771 Unfälle registriert, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand. Dies entspricht einem Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Alkoholunfälle mit Personenschaden nehmen zu

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Alkoholunfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Die Polizei verzeichnete im Jahr 2022 insgesamt 16.807 solcher Unfälle, was einem Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Forderung nach strengeren Maßnahmen

Angesichts dieser Zahlen fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat in Berlin ein generelles Alkoholverbot am Steuer. „Die steigende Anzahl von Alkoholunfällen bereitet uns große Sorgen“, so Sprecherin Seema Mehta. Sie betont, dass eine verstärkte Verkehrsüberwachung dazu beitragen könnte, das Fahren unter Alkoholeinfluss zu reduzieren. Der TÜV-Verband plädiert für eine Diskussion über strengere Strafen, einschließlich höherer Bußgelder und Führerscheinentzug.

Lokale Entwicklungen im Münsterland

Auch im Münsterland ist die Anzahl der Alkoholunfälle im letzten Jahr teilweise stark gestiegen, wie die Polizei bestätigt. Besonders betroffen waren die Kreise Borken, Münster, Steinfurt, Warendorf und Coesfeld.

Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Deutschland

Das Statistische Bundesamt berichtet, dass die Gesamtzahl der von der Polizei erfassten Unfälle im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf etwa 2,4 Millionen gestiegen ist. Bei 2,1 Millionen dieser Unfälle handelte es sich um Sachschäden, während bei etwa 290.000 Unfällen Menschen verletzt oder getötet wurden. Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden stieg dabei um 12 Prozent, während die Anzahl der Unfälle mit Sachschaden um drei Prozent anstieg.

Trotz dieser Zahlen bleibt die Anzahl der getöteten und verletzten Verkehrsteilnehmer auf einem der niedrigsten Stände seit 70 Jahren. Im Durchschnitt starben täglich acht Menschen im Straßenverkehr in Deutschland und 989 wurden verletzt.

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