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Das Deutschlandticket: Ein halbes Jahr später

Ein Rückblick auf das Deutschlandticket sechs Monate nach seiner Einführung: Die Nachfrage, die Herkunft der Nutzer und die aktuellen Diskussionen um seine Finanzierung.
Foto: Erich Westendarp auf Pixabay

Nachfrageentwicklung nach sechs Monaten

Sechs Monate sind seit der Einführung des Deutschlandtickets vergangen. Das Monatsabo, welches für den Nah- und Regionalverkehr gilt, hat sich langsam, aber stetig in der Beliebtheit der Bürger etabliert. Laut Informationen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen nutzen bereits etwa zehn Millionen Menschen dieses Angebot. Obwohl die Zahl stetig wächst, zeigt sie sich in letzter Zeit als relativ konstant.

Herkunft der Abonnenten

Interessanterweise stammt fast die Hälfte dieser Nutzer aus bestehenden Abonnement-Modellen und sind daher keine frischen Dauerkunden für den Verband. Andererseits haben sich die restlichen 50% von Einzeltickets und Zeitkarten verabschiedet und das Deutschlandticket als ihre neue Reiseoption gewählt. Diese Entwicklung sieht der Verband als Zeichen dafür, dass das Angebot den Kunden noch näher an den öffentlichen Nahverkehr bindet.

Wie viele sind echte Umsteiger?

Eine Untersuchung des Verbands hat ebenfalls enthüllt, dass zwischen acht und zehn Prozent dieser Nutzer zuvor andere Verkehrsmittel, wie Autos, bevorzugten. Dank des Deutschlandtickets haben etwa fünf Prozent der bisherigen Fahrten, die sonst mit dem Auto gemacht worden wären, den Weg zum öffentlichen Verkehr gefunden.

Details zum Deutschlandticket

Das Ticket, welches seit dem 1. Mai erhältlich ist, bietet für einen Monatspreis von 49 Euro unbegrenzten Zugang zu Bussen und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr. Allerdings gibt es aktuell Diskussionen zwischen Bund und Ländern über die zukünftige Finanzierung und wer eventuell anfallende Mehrkosten übernimmt. Dies soll in einer Sitzung am 6. November geklärt werden.