Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Deutsche Gastronomie in der Krise: Bedrohliche Insolvenzgefahr

ntdecke die aktuelle Lage der deutschen Gastronomie, die mit steigenden Insolvenzraten und den Nachwirkungen der Corona-Krise kämpft.
Foto: Gerd Altmann.

Alarmierende Zahlen: Insolvenzgefahr in der deutschen Gastronomie steigt

Aktuelle Untersuchungen eines renommierten Informationsdienstleisters zeigen, dass in Deutschland gegenwärtig über 15.000 Gastronomiebetriebe von Insolvenz bedroht sind. Dies entspricht 12,6 Prozent der analysierten Unternehmen, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Zahlen vor der Corona-Pandemie.

Regionale Unterschiede: Berlin und Bremen besonders betroffen

In Berlin und Bremen ist die Situation für Gastronomen besonders prekär. Hier sind laut Studie 15,8 Prozent bzw. 15,9 Prozent der Betriebe in Gefahr. Im Gegensatz dazu weisen Bayern und Rheinland-Pfalz das niedrigste Insolvenzrisiko auf.

Langfristige Auswirkungen der Corona-Krise auf Umsätze und Beschäftigung

Die deutsche Gastronomiebranche hat sich von den Einbußen der Corona-Pandemie noch nicht erholt. Umsätze liegen signifikant unter den Vor-Corona-Werten, was auch zu einer reduzierten Beschäftigtenzahl in der Branche geführt hat.

Besonders betroffen: Kneipen und Getränkeausschank

Der Bereich der Getränkeausschänke und Kneipen verzeichnet einen besonders starken Rückgang der Erlöse. Auch Restaurants, Gaststätten und Cafés leiden unter spürbaren Umsatzeinbußen.

Niedriglohn und Personalmangel als zusätzliche Herausforderungen

Ein weiteres Problem stellt die hohe Anzahl von Niedriglohn-Jobs in der Gastronomie dar. Dies verschärft den Kampf um qualifiziertes Personal in einer Zeit, in der viele Betriebe um ihre Existenz ringen.

Unsichere Zukunft: Mehrwertsteuererhöhung könnte Lage verschärfen

Die aktuell reduzierte Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie ist bis Ende des Jahres befristet. Eine Rückkehr zum regulären Satz im Jahr 2024 könnte die Insolvenzrate weiter erhöhen, warnen Experten.

Forderungen des Branchenverbands Dehoga

Trotz der schwierigen Lage hat der Branchenverband Dehoga die Hoffnung auf eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants und Cafés noch nicht aufgegeben. Sie fordern eine steuerliche Gleichbehandlung mit zum Mitnehmen angebotenen Speisen.