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Die Wiederbelebung der Gutenbergstraße 17: Ein historisches Gebäude mit düsterer Vergangenheit

Gutenbergsstraße 17 in Münster wird saniert.
Quelle: Michael Gaida auf Pixabay

Ein Denkmal mit unrühmlicher Geschichte

Die Gutenbergstraße 17 in Münster ist mehr als nur eine Adresse. Das 1911/1912 im neobarocken Stil erbaute Gebäude steht unter Denkmalschutz und hat eine dunkle Vergangenheit. Von 1936 bis 1945 war es die Zentrale der berüchtigten Gestapo in Münster.

Sanierung durch das Land NRW

Das Gebäude gehört dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes NRW, der es derzeit saniert. Die Arbeiten zielen darauf ab, das Gebäude für den BLB selbst nutzbar zu machen. Voraussichtlich zum Jahreswechsel sollen die für den Bundesbau im Regierungsbezirk Münster zuständigen Abteilungen der BLB-Niederlassung Münster hier einziehen.

Modernisierung und Nachhaltigkeit

In dem über 100 Jahre alten Haus werden alle Türen und Fenster ausgetauscht, Brandschutz, Dämmung und Gebäudetechnik werden auf den neuesten Stand gebracht und das Hinterhaus erhält eine Photovoltaikanlage. Diese Maßnahmen sind ein Zeichen für den nachhaltigen Umgang mit historischen Gebäuden.

Die Verbindung zur NS-Zeit

Die dunkle Vergangenheit des Gebäudes ist eng mit den Gräueltaten des NS-Regimes verbunden. Dr. Eberhard Schöngarth, der 1938 und 1939 in der münsterischen Gestapo-Zentrale arbeitete, nutzte sie als Karrieresprungbrett. Als Befehlshaber der Sicherheitspolizei nahm Schöngarth 1942 an der „Wannseekonferenz“ teil, bei der 15 NS-Vertreter die Details der Judenvernichtung in Europa festlegten.

Die Bedeutung der Erinnerungskultur

Die Sanierung und Neunutzung der Gutenbergstraße 17 ist nicht nur ein Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit historischen Gebäuden, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur. Die dunkle Geschichte des Gebäudes darf nicht vergessen werden. Es ist wichtig, sich an die Gräueltaten zu erinnern, die hier geplant und ausgeführt wurden, um sicherzustellen, dass sich solche Ereignisse nie wiederholen. Die Erinnerung an die Vergangenheit ist ein Schlüssel zur Gestaltung einer besseren Zukunft.

Die Zukunft der Gutenbergstraße 17

Mit der Sanierung und Neunutzung der Gutenbergstraße 17 wird ein neues Kapitel in der Geschichte dieses Gebäudes aufgeschlagen. Es wird ein Ort des täglichen Lebens und Arbeitens, aber auch ein Ort, der an seine Vergangenheit erinnert. Die Geschichte des Gebäudes wird nicht ausgelöscht, sondern bleibt als Mahnung und Erinnerung präsent. So wird die Gutenbergstraße 17 zu einem Symbol für den Wandel und die Fähigkeit, aus der Vergangenheit zu lernen und eine bessere Zukunft zu gestalten.

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