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Drogen und Verwirrung bei Messerattacke im Kiosk

Im Münsteraner Drogenprozess wurden zwei Angeklagte zu Bewährungsstrafen verurteilt, während ein dritter eine Haftstrafe erhielt.
Foto: Kelly Sikkema

Ein 22-jähriger Münsteraner steht vor Gericht, weil er beschuldigt wird, einen Mitarbeiter eines Kiosks attackiert zu haben. Das Gericht versucht zu klären, welche Rolle Drogen bei dem Vorfall gespielt haben könnten. Dabei entstehen durch die Aussagen des Angeklagten einige Widersprüche.

Die Rolle von Kokain und Medikamenten

Der Angeklagte behauptet, er hätte bis zu zehn Gramm Kokain pro Tag konsumiert, während er einem psychiatrischen Gutachter erzählte, dass harte Drogen bei ihm selten sind. Darüber hinaus berichtete der Angeklagte, dass er neben Alkohol, Zigaretten und Cannabis auch das Medikament Lyrica einnimmt. Lyrica wird zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt und hat eine beruhigende Wirkung. Laut der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat es ein geringes Suchtpotenzial.

Der Richter stellte Fragen zu der hohen Menge an Kokain, die der junge Mann angeblich konsumiert hat, und wie er es finanziert hat. Der Angeklagte behauptete, er habe zusätzliches Geld durch Glücksspiel oder Livestreams verdient. Das reicht laut Richter jedoch nicht aus, um die Kosten für das Kokain zu decken.

Unklarheiten rund um die Tat

Zum Zeitpunkt der Tat wurden keine Drogen im Blut des Angeklagten gefunden, die auf einen Konsum von mehr als nur etwas Cannabis hinweisen. Auch die Behauptung des Angeklagten, er sei „voll mit Lyrica“ gewesen, scheint seine Aggression nicht zu erklären. Der psychiatrische Gutachter vertritt die Ansicht, dass der Angeklagte schuldfähig ist.

Hintergründe des Angriffs

Es wurde bekannt, dass der Mitarbeiter des Kiosks einer Friseurin Geld schuldete, bei der der Angeklagte seine Ausbildung begonnen hatte. Um das Geld zurückzufordern, besuchten der Angeklagte und die Friseurin den Kiosk gemeinsam. Trotz einer zunächst friedlichen Begegnung griff der Angeklagte zu einem Messer und verletzte den Kiosk-Mitarbeiter schwer. Ohne eine Notoperation wäre dieser verblutet. Die genauen Umstände und Hintergründe der Auseinandersetzung sind noch unklar.

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