Suche
Close this search box.
BannerCP

Einsprüche gegen Grundsteuerbescheide in Nordrhein-Westfalen nehmen zu

Informiere dich über die geplanten Anpassungen im Elterngeld und andere finanzielle Vorhaben der Bundesregierung für das kommende Jahr.
Bild von Alex Barcley auf Pixabay

Anstieg der Einsprüche bei den Finanzämtern

Bis zum Ende des ersten Halbjahres wurden in Nordrhein-Westfalen fast 790.000 Einsprüche gegen Grundsteuerbescheide bei den zuständigen Finanzämtern verzeichnet. Diese Information wurde durch eine Anfrage der FDP an die Landesregierung bekannt. Interessanterweise war nahezu die Hälfte aller eingereichten Steuererklärungen entweder unvollständig oder enthielt Fehler, was eine zusätzliche Bearbeitung durch die Finanzbehörden erforderlich machte.

Aufschlüsselung der Einsprüche

Von den genannten Einsprüchen bezogen sich etwa 519.000 auf Grundsteuerwertbescheide, was in etwa zehn Prozent aller bis dahin bearbeiteten Bescheide entspricht. Zusätzlich dazu gab es rund 271.000 Einsprüche gegen Grundsteuermessbescheide. Es gibt auch aktuell laufende Klageverfahren auf Landesebene.

Fehlende Grundsteuererklärungen

Ein halbes Jahr nach dem offiziellen Abgabetermin fehlen in Nordrhein-Westfalen immer noch über 500.000 Grundsteuererklärungen, wie die Oberfinanzdirektion (OFD) berichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch bereits fast sechs Millionen Erklärungen in NRW eingereicht.

Hotline für Grundsteuerfragen

Eine speziell für Fragen zur Grundsteuer eingerichtete Hotline verzeichnet täglich hunderte Anrufe. In besonders hektischen Zeiten, wie Anfang Mai, erreichten die Anrufe sogar Zahlen zwischen 2.000 und 9.500 pro Tag.

Zukunft der Grundsteuer

Ab 2025 wird eine neue Methode zur Berechnung der Grundsteuer eingeführt, wie vom Bundesverfassungsgericht 2018 gefordert. Trotzdem bleibt die Reform umstritten, da sie zu signifikanten Unterschieden in der Steuerbelastung führen kann. Es gibt Hinweise, dass Besitzer von Einfamilienhäusern stärker belastet werden könnten, während Gewerbeimmobilien möglicherweise weniger zahlen müssen.

Konsequenzen für versäumte Abgaben

Die Deadline für die Abgabe der Grundsteuererklärungen in Nordrhein-Westfalen war der 31. Januar. Wer diese Frist nicht einhält, muss damit rechnen, dass das Finanzamt den Wert der Immobilie schätzt und entsprechend besteuert.