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Erstsemester in Münster: Wohnungsknappheit trifft Studienanfänger

Münster erwartet im Wintersemester deutlich mehr Erstsemester. Die Wohnungssituation verschärft sich. Was bedeutet das für Studienanfänger?
Foto von Andrew Neel auf Unsplash

Die Universitätsstadt Münster steht vor einer großen Herausforderung. Durch eine Panne im Zulassungsverfahren werden im kommenden Wintersemester deutlich mehr Erstsemester erwartet. Dies bringt nicht nur die Hörsäle an ihre Kapazitätsgrenzen, sondern verschärft auch die angespannte Wohnsituation in der Stadt. Insbesondere für Erstsemester dürfte es mit dieser zusätzlich verschärften Wohnungssituation in Münster eng werden.

Wohnungsmarkt in Münster: Ein Rennen gegen die Zeit

Wenn du als Studienanfänger in Münster eine Wohnung suchst, musst du dich auf ein echtes Windhundrennen einstellen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Das Studierendenwerk bestätigt: Alle 5390 Wohnplätze sind bereits belegt. Mit rund 1500 Erstsemestern mehr als im Vorjahr wird die Suche nach einer Bleibe zur echten Herausforderung.

AStA versucht zu helfen: Kurzzeitige Übernachtungsmöglichkeiten und Wohnbörse

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Münster ist sich der prekären Lage bewusst. Mit Angeboten wie „Deine Couch für Erstis“ versuchen sie, zumindest kurzfristige Lösungen anzubieten. Doch AStA-Vorsitzende Shari Langner betont, dass dies das grundlegende Problem nicht löst. Es mangelt schlichtweg an ausreichenden Wohnheimplätzen.

Studierendenwerk: Geringe Fluktuation und lange Wartelisten

Das Studierendenwerk berichtet von einer historisch niedrigen Fluktuation in ihren Wohnungen. Die Warteliste für Wohnraum ist lang, und die Chancen auf eine Wohnung sind gering. Besonders internationale Studierende sind von der Wohnungsnot betroffen.

Alternative Lösungen: Blick über den Tellerrand

Die hohen Mieten auf dem privaten Wohnungsmarkt in Münster lassen für viele Studierende nur wenige Optionen offen. Einige suchen im Umland oder nutzen das Programm „Wohnen für Hilfe“, bei dem ältere Menschen Wohnraum im Austausch für Alltagshilfe anbieten. Doch diese Alternativen können das eigentliche Problem nur bedingt lindern. Ein weiterer Ansatz könnte der Wohnungstausch sein. Wenn du bereits in Münster wohnst und umziehen möchtest, könnte ein Tausch die Lösung sein. Zudem gibt es Plattformen wie Airbnb, auf denen Gastgeber ihre Wohnungen für längere Zeiträume anbieten. Dies könnte eine temporäre Lösung sein, während du weiter nach einer dauerhaften Bleibe suchst.

Fazit: Wohnungssituation für Erstsemester in Münster dramatisch

Die steigende Zahl der Studienanfänger in Münster zeigt deutlich: Es besteht ein dringender Bedarf an mehr Wohnraum für Studierende. Die Stadt und die Universität sind gefordert, nachhaltige Lösungen zu finden.