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Ex-Seniorenbetreuer aus Münster zu Gefängnisstrafe verurteilt

Erfahre mehr über den Fall eines ehemaligen Betreuers aus Münster, der das Vertrauen von Senioren missbrauchte und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.
Foto: truthseeker08.

Der Fall vor Gericht

Ein ehemaliger Bankmitarbeiter und langjähriger Seniorenbetreuer aus Münster wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Das Landgericht stellte in 69 Fällen Untreue, einmal veruntreuende Unterschlagung und einmal Betrug fest. Die geschädigten Senioren sollen über 210 000 Euro zurückerhalten.

Hintergründe des Täters

Trotz Vermögen und Altersbezügen täuschte der 72-jährige Betreuer mehrere Senioren, um an ihr Geld zu gelangen. Warum er gerade vermögende Personen auswählte, blieb auch nach dem Prozess unklar. Das Gericht betonte, dass der Verurteilte als Eigentümer von zwei Mehrfamilienhäusern in Münster keinerlei finanzielle Notwendigkeit hatte.

Manipulation der finanziell Unübersichtlichen

Der Richter enthüllte, dass der Betreuer Abbuchungen von Konten dementer Personen tätigte, die wenig Übersicht über ihre finanziellen Angelegenheiten hatten. In einigen Fällen gab er vor, Geld für angeblich hilfsbedürftige Verwandte zu benötigen. Dabei kam es zu betrügerischen Abhebungen von mehreren tausend Euro.

Fragwürdige Verwendung der gestohlenen Gelder

Die gestohlenen Gelder wurden teilweise für angebliche Unterstützung eines spielsüchtigen Mannes verwendet. Unklar blieb, ob der Betreuer möglicherweise selbst von Spielsucht betroffen war. Ein Teil der Gelder wurde ins Ausland transferiert, wobei der Angeklagte die Hintergründe verschwieg, was zu einer Einschätzung der Fluchtgefahr führte.