Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Fall von Kinderpornografie in Münster: Urteil gegen 59-jährigen Täter

Ein Gericht in Münster wird die Berufung überprüfen müssen.
Bild von Arek Socha auf Pixabay

Umfangreiches Datenvolumen aufgedeckt

Am Dienstag fand das Gerichtsverfahren gegen einen Mann aus Münster statt. Bei einer Polizeirazzia im März 2020 wurden zahlreiche kinder- und jugendpornografische Daten auf seinen Speichergeräten entdeckt. Insgesamt handelte es sich um acht Terabyte, darunter über 120.000 Fotos und Videos von Kindern.

Täter spricht offen über seine Verbrechen

Der Angeklagte, der bereits wegen ähnlicher Vergehen in der JVA Bielefeld-Brackwede inhaftiert war, gab zu, die Dateien heruntergeladen zu haben. Allerdings behauptete er, nur einen Bruchteil davon gesehen zu haben. Auf die Frage des Staatsanwalts nach seinem Motiv antwortete er, dass er stets nach mehr gesucht habe, aus Angst, etwas zu verpassen.

Diagnose und vorangegangene Straftaten

Laut einem psychotherapeutischen Gutachten litt der Mann nicht an einer psychischen Erkrankung, sondern offensichtlich an einer pädophilen Neigung. Bereits in der Vergangenheit soll er Kinder missbraucht und zu Fotos gezwungen haben, weshalb er bereits inhaftiert war.

Staatsanwalt und Verteidigung: Zwei Sichtweisen

Der Staatsanwalt betonte die Dreistigkeit des Angeklagten, weiterhin solches Material zu sammeln und forderte eine zusätzliche Haftstrafe. Der Verteidiger des Angeklagten hingegen appellierte an das Gericht, Milde walten zu lassen, da sein Mandant das Material zum Zeitpunkt der Verhaftung nicht aktiv konsumiert habe.

Endgültiges Urteil

Das Gericht entschied sich letztendlich für eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren. Ein Teil davon bezog sich auf den Besitz der kinder- und jugendpornografischen Daten, während der Rest auf frühere Vergehen zurückzuführen war.