Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Geplatzte Wohnträume: Investor zieht sich aus Projekt an der ehemaligen Wartburg-Hauptschule zurück

Die Bundesregierung und die Immobilienbranche suchen nach Lösungen, um den Wohnungsbau in Deutschland anzukurbeln. Neue Fördermaßnahmen und Vereinfachungen der Bauvorschriften stehen im Fokus.
Foto: 652234 auf Pixabay

Lange Planung, kein Ergebnis: Ein Rückschlag für die Stadt

Über fünf Jahre Planung und Hoffnung auf ein attraktives Wohnquartier an der ehemaligen Wartburg-Hauptschule an der Von-Esmarch-Straße nahe dem Coesfelder Kreuz sind zunichte gemacht worden. Die Stadt, die einst das Projekt in rosigen Worten malte, steht nun vor einem Scherbenhaufen, da sich die Investorin aus dem Vorhaben zurückgezogen hat – ein unerwarteter Rückschlag, der vor allem die Betreuungssituation in der Region trifft.

Wirtschaftliche Gründe: Investorin nimmt Abstand vom Projekt

Die Gründe für den Rückzug sind wirtschaftlicher Natur, wie aus einem Brief von Stadtkämmerin Christine Zeller und Stadtdirektor Thomas Paal an die Ratspolitik hervorgeht. Ursprünglich sollte das Projekt nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern auch eine Acht-Gruppen-Kita und eine Großtagespflegestelle beherbergen, um die angespannte Betreuungssituation in der Region zu verbessern.

Von Siegerentwurf zu Fata Morgana: Was bleibt, sind ungebaute Pläne

Vor fünf Jahren ging der Entwurf des Teams „Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG / htarchitektur“ als Sieger aus dem Investoren-Auswahlverfahren hervor. Das Konzept, das zuletzt einen Lidl-Markt, eine Bäckerei mit Café und 29 neue Wohnungen vorsah, bleibt nun eine Illusion. Die Herausforderungen, insbesondere die Vereinbarung der geplanten Kombination von Wohnen, Einzelhandel und Kita mit dem denkmalgeschützten Bestand, erwiesen sich als zu groß.

Neue Chancen für Schulbauprogramm: Ein Silberstreif am Horizont?

Trotz des Rückschlags sieht die Stadt nun eine große Chance für das anstehende massive Schulbauprogramm. Durch den Ausstieg der Investorin eröffnen sich Möglichkeiten für Interimslösungen, insbesondere im Zuge der Umstellung der Gymnasien von G 8 auf G 9 zwischen 2024 und Mitte 2026 sowie anstehende energetische Sanierungen. Ob die Bewohner von Gievenbeck und Sentrup diese Entwicklung ebenso positiv sehen, bleibt abzuwarten.