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Großangelegter Drogenhandel in Münster aufgedeckt

Ein Blaulicht der Polizei. Aktuelle Polizeimeldungen Münster
Bild von Franz P. Sauerteig auf Pixabay

Vorwürfe gegen zwei Männer im Zentrum von Münster

Zwei Männer stehen im Mittelpunkt eines Drogenhandelsvorwurfs, der vor dem Landgericht Münster verhandelt wird. Bei der Eröffnung der Hauptverhandlung äußerte sich einer der Angeklagten zu den Vorwürfen. Die beiden sollen im Jahr 2020 intensiven Drogenhandel in und aus Münster begangen haben.

Details zum Drogenhandel aus Münster

Im Jahr 2020 sollen ein 54-jähriger Mann aus den Niederlanden mit marokkanischen Wurzeln und ein 32-jähriger Mann aus Münster intensiv mit Marihuana, Haschisch und Kokain gehandelt haben. Dies geht aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft hervor, die am Dienstag (22. August) vorgelegt wurde.

Diese behauptet, dass der Angeklagte aus den Niederlanden eine Lagerhalle in Glanerbrug gemietet hat, um sie als Drogenverteilungszentrum zu nutzen. Der Mann aus Münster soll sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland als Kurier tätig gewesen sein und in einigen Fällen sogar als Vorhut agiert haben, um vor möglichen Polizeikontrollen zu warnen. Zudem soll der Mann regelmäßig Marihuana von unterschiedlicher Qualität und Sorte vom niederländischen Angeklagten gekauft und an seine eigenen Kunden weiterverkauft hat.

Weitere Beweismittel und Anschuldigungen

Während der Gerichtsverhandlung wurde auch erwähnt, dass eine Maschinenpistole beschafft und in der Lagerhalle in Glanerbrug aufbewahrt wurde. Die mutmaßlichen Einnahmen aus ihren illegalen Geschäften sollen sich auf fast 350.000 Euro für den Mann aus den Niederlanden und über 270.000 Euro für den Mann aus Münster belaufen. Bei ihren Gesprächen sollen sie Verschlüsselungstechniken und Pseudonyme verwendet haben. Beide Männer befinden sich aktuell in Untersuchungshaft.

Persönliche Informationen und Geständnisse

Der Angeklagte aus den Niederlanden gab während der Verhandlung einige persönliche Informationen preis. Er erzählte, dass er nie eine Schule besucht hat und bereits mit 13 Jahren in Marokko zu arbeiten begann. 1999 kam er über Spanien in die Niederlande und betreibt seit 2005 ein Taxiunternehmen in Enschede. Er äußerte den Wunsch, schnellstmöglich in die Niederlande zurückzukehren. Zudem gestand er eines der Pseudonyme in den verschlüsselten Chats verwendet zu haben. Allerdings betonte er, dass seine Geschäfte nicht mit dem anderen Angeklagten, sondern mit dessen Bruder tätigte.