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Großangriff der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023

Großangriff der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023
Bild von Taylor Brandon auf Unsplash

Am Samstag, dem 7. Oktober 2023 kam es zu einem massiven Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel. Die Hamas feuerte Hunderte von Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab und sprach vom Beginn einer „Militäroperation“. Zudem drangen bewaffnete Kämpfer in israelisches Gebiet ein.

Israel reagiert mit Gegenangriffen und Kriegszustand

Israel reagierte umgehend mit Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen und rief die Bevölkerung in Grenznähe auf, sich in Häusern in Sicherheit zu bringen. Die Armee erklärte daraufhin den Kriegszustand. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden rund 2500 Raketen auf Israel abgefeuert. Es kam zu schweren Kämpfen im Grenzgebiet. Israelische Kampfjets führten zahlreiche Luftangriffe im Gazastreifen durch.

Hohe Opferzahlen auf beiden Seiten

Nach Angaben israelischer Medien wurden mindestens 22 Israelis bei den Raketenangriffen getötet und über 900 verletzt. Auf palästinensischer Seite gab es nach Informationen des dortigen Gesundheitsministeriums mindestens 198 Tote und 1610 Verletzte durch israelische Luftangriffe. Die Zahlen könnten noch steigen.

Weltgemeinschaft verurteilt Angriffe auf Israel

UN-Generalsekretär Guterres verurteilte umgehend den Angriff der Hamas und rief zu diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation auf. Die deutsche Außenministerin Baerbock warnte vor einer regionalen Eskalation der Lage. Bundeskanzler Scholz erklärte, Deutschland stehe „an der Seite Israels“.

Auch die Ukraine, Großbritannien, die EU, Spanien und weitere Staaten verurteilten den Angriff scharf und bekundeten ihre Solidarität mit Israel. Der Iran hingegen lobte den Angriff.

Sorge vor Ausweitung des Konflikts wächst

Es bestand international die Sorge, dass sich der Konflikt weiter ausweiten könnte. Vor allem eine mögliche Beteiligung der im Libanon mächtigen Hisbollah an der Seite der Hamas wurde befürchtet. Der Iran als Unterstützer der Hamas pries den Angriff und heizte die Lage damit weiter an.

Maßnahmen zum Schutz in Israel

In Israel selbst wurden vielerorts Schutzmaßnahmen ergriffen. Der Schutz jüdischer Einrichtungen wurde erhöht und die Menschen aufgerufen, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. Zudem untersagte Israel vorübergehend Flüge nach Tel Aviv.

Die israelische Armee aktivierte tausende Reservisten. Der UN-Sicherheitsrat sollte am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen, um über die Situation zu beraten.

Deutschland setzt Krisenstab ein

Die Bundesregierung setzte einen Krisenstab ein und untersagte Reisen nach Israel. Der Schutz israelischer Einrichtungen in Deutschland wurde ebenfalls erhöht. Zahlreiche Politiker und der Bundespräsident sicherten Israel Solidarität und Unterstützung zu.

Verstörende Berichte in sozialen Medien

Die Lage blieb den ganzen Samstag über äußerst unübersichtlich. Über soziale Medien kursierten teils verstörende Videos, die angeblich getötete israelische Soldaten und entführte Zivilisten zeigen sollen. Die Bilder konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

Angriffe am Jahrestag des Jom-Kippur-Kriegs

Brisant war zudem, dass die Angriffe fast genau auf den Tag 50 Jahre nach Beginn des Jom-Kippur-Kriegs 1973 erfolgten. Damals griff eine Allianz arabischer Staaten Israel am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur überraschend an.

Die Angriffe der Hamas in einer ähnlichen Dimension und zum gleichen historischen Datum schürten Ängste vor einer weiteren Eskalation des Nahost-Konflikts. Die kommenden Tage müssen abgewartet werden, um die langfristigen Auswirkungen abschätzen zu können. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, auf diplomatischem Wege eine Ausweitung der Kämpfe zu verhindern.