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Heizsaison 2023/24: Gasspeicher gut gefüllt – aber Vorsicht bleibt geboten

Trotz voller Gasspeicher und stabiler Energieimporte zu Beginn der Heizsaison gibt es Gründe zur Vorsicht. Geopolitische Risiken, Wetterunsicherheiten und finanzielle Überlegungen erfordern Wachsamkeit.
Foto: ri auf Pixabay

Optimistischer Start in die Heizsaison 2023/24

Die aktuelle Heizsaison startet unter besseren Vorzeichen als das Vorjahr. Mit vollen Gasspeichern und angeschlossenen LNG-Terminals in Deutschland scheinen die Energieimporte stabil. Doch, wie Fiete Wulff von der Bundesnetzagentur betont, darf man sich noch nicht zu sicher fühlen.

Das Dilemma mit dem Wetter

Ein besonders kalter Winter könnte den Gasverbrauch in die Höhe treiben, warnt Wulff. Laut Energiemarktexpertin Christina Wallraf sind die Speicher zwar nahezu voll, dennoch könnten sie sich innerhalb von acht bis zehn Wochen leeren, falls der Winter extrem kalt wird.

Geopolitische Risiken nicht unterschätzen

Einige südosteuropäische EU-Länder sind weiterhin von russischem Gas abhängig. Bei einem möglichen Stopp dieser Lieferungen könnten sie durch Deutschland mitversorgt werden. Das Prinzip der Energie-Solidarität in der EU könnte Deutschland also betreffen. Zudem dürfen wir die Bedrohungen durch potenzielle Schäden an den Erdgasleitungen nicht ignorieren, insbesondere in Anbetracht ungeklärter Vorfälle wie der Beschädigung von Pipelines.

Nahost-Konflikt und seine Auswirkungen

Deutschland bezieht inzwischen vermehrt Gas aus Norwegen und über LNG-Terminals, großteils aus den USA. Doch auch Katar spielt eine wichtige Rolle in der Gasversorgung. Ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten könnte nicht direkt zu einem Gasmangel in Deutschland führen, aber den Preis in die Höhe treiben.

Wachsamkeit beim Energieverbrauch

Auch wenn die Gasspeicher derzeit gut gefüllt sind und die Energieimporte stabil erscheinen, betont Wulff die Wichtigkeit eines bewussten Umgangs mit der Heizung in den kommenden Wintermonaten. Wallraf weist darauf hin, dass Gas derzeit teurer ist als in der Zeit vor der Krise und rät zur Vorsicht beim Verbrauch.

Finanzielle Überlegungen und Umweltaspekte

Die Tatsache, dass die Mehrwertsteuer auf Gas in Kürze wieder ansteigt und die Energiepreisbremse bis Ende April noch nicht verlängert wurde, macht das Energiesparen noch relevanter. Wallraf betont zudem die ökologischen Gründe, die das Energiesparen wichtig machen.