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Hells-Angels involviert: Angeklagter gesteht Bochumer Brandanschlag

Der Angeklagte im Bochumer Brandanschlag gibt zu, auf Befehl eines Hells-Angels-Rockers gehandelt zu haben, bestreitet aber Angriffsabsichten gegen die Synagoge.
Foto: von Ralph auf Pixabay

Der Düsseldorfer Oberlandesgericht hatte am Montag einen entscheidenden Moment im Fall des Brandanschlags auf eine Bochumer Schule: Der Angeklagte gab zu, auf Befehl eines flüchtigen Hells Angels-Rockers gehandelt zu haben.

Hintergründe der Tat

Während seiner Aussage stellte der Angeklagte klar, dass sein Angriff nicht der benachbarten Synagoge galt. Er beteuerte, dass zu keinem Zeitpunkt von einem Angriff auf die Synagoge die Rede war. Stattdessen wurde ihm lediglich aufgetragen, am 17. November um 23.00 Uhr „etwas zu werfen“. Das Ziel? Einzig Sachschaden.

Der Drahtzieher und seine Beweggründe

Der Auftrag kam laut dem Angeklagten von einem ehemaligen Boss der Hells Angels aus Mönchengladbach. Dieser Rocker schickte ihm ein Bild des zu attackierenden Gebäudes. Auf die Frage nach dem Warum erhielt er eine vage Antwort: „Ich setze damit ein Zeichen.“

Bundesanwaltschaft widerspricht

Die Bundesanwaltschaft vertritt jedoch eine andere These. Ihrer Meinung nach wurde der Angeklagte, ein Deutsch-Iraner, beauftragt, einen Brandanschlag auf die Bochumer Synagoge zu verüben. Dieser Auftrag soll möglicherweise von offiziellen iranischen Stellen kommen, wie ein Vertreter der Bundesanwaltschaft zu Beginn des Prozesses angab.

Motivation aus Angst

Der Angeklagte erklärte, er habe aus Furcht vor dem Rocker und zum Schutz seiner Familie gehandelt. Er sei mehrmals massiv bedroht worden. Auch gab er zu, versucht zu haben, einen Freund zur Teilnahme am Anschlag zu überreden, der jedoch die Behörden informierte.

Die Verbindung zum Rocker

Der Angeklagte traf den Rocker, vermutlich Ramin Y., den international gesuchten Ex-Chef der Hells Angels Mönchengladbach, vor Jahren bei einem iranischen Treffen. In den Jahren 2021 und 2022 haben sie sich in ihrem Heimatland Iran wiedergesehen.