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Was macht Israel?

Das Bildungsministerium von Nordrhein-Westfalen plant ein verbessertes Meldesystem für Antisemitismus-Vorfälle, um Schulen besser zu unterstützen und zeitnah reagieren zu können. Israel
Foto: Mary auf Pixabay

Am 7. Oktober 2023 kam es zu einem der schwersten Terroranschläge in der Geschichte Israels. Bei Attacken im Zentrum Tel Avivs wurden mehrere Menschen getötet und viele verletzt. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen auf den Gazastreifen, bei denen auch viele Zivilisten starben. Der Konflikt wirft grundsätzliche Fragen zur Strategie Israels gegenüber der Hamas auf.

Hintergrund des Terroranschlags

Für den Terroranschlag am 7. Oktober wurde der Islamische Dschihad verantwortlich gemacht. Israel griff als Reaktion Ziele dieser Organisation im Gazastreifen an. Allerdings geht Israel davon aus, dass die Hamas als faktische Regierung des Gazastreifens zumindest ihre stillschweigende Zustimmung für den Anschlag gegeben hat. Experten sind der Ansicht, dass die Hamas den radikaleren Islamischen Dschihad instrumentalisiert, um ihre aggressiven Ziele gegen Israel zu verfolgen, ohne selbst direkt in den Konflikt einzugreifen.

Heftige israelische Vergeltungsangriffe

Als Vergeltung für den Terroranschlag führte Israel massive Luftangriffe auf den Gazastreifen durch. Dabei wurden auch zahlreiche Zivilisten getötet. Menschenrechtler prangern dies als unverhältnismäßig an. Die Angriffe haben eine Welle der Wut in der palästinensischen und arabischen Bevölkerung ausgelöst. Experten warnen, dass dies Wasser auf die Mühlen radikaler Kräfte ist.

Fehlende politische Strategie Israels?

Kritiker werfen der israelischen Regierung vor, keine klare politische Strategie im Konflikt mit den Palästinensern zu verfolgen. Anstatt eine Lösung anzustreben, gehe es nur darum, den Konflikt einzudämmen und militärisch zu beherrschen. Damit würden die gemäßigten Kräfte auf palästinensischer Seite geschwächt und Extremisten gestärkt. Eine politische Lösung erscheint in weiter Ferne.

Reaktion der internationalen Gemeinschaft

International stößt das harte Vorgehen Israels vielfach auf Kritik, auch von Verbündeten wie den USA. US-Präsident Biden verurteilte bei einem Solidaritätsbesuch in Israel zwar die Terroranschläge, mahnte aber Israel auch zur Zurückhaltung. Eine Wiederbesetzung des Gazastreifens schloss er aus. Die internationale Gemeinschaft fordert ein Ende der Gewalt und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Mögliche Szenarien für Gaza

Experten sehen derzeit keine einfachen Lösungen für den Gazastreifen. Optionen wären eine Übernahme der Kontrolle durch die Palästinensische Autonomiebehörde, die Schaffung einer neuen politischen Ordnung unter Einbeziehung lokaler Kräfte oder ein anhaltender gewaltsamer Konflikt. Ein militärischer Sieg Israels über die Hamas erscheint unwahrscheinlich. Die gemäßigten Kräfte könnten weiter geschwächt werden.

Fazit

Die jüngste Gewaltspirale in Nahost wirft grundlegende Fragen zur Strategie Israels auf. Statt eine politische Lösung anzustreben, setzt Israel vor allem auf militärische Macht. Damit werdenExtremisten gestärkt und die Aussicht auf Frieden geringer. Die internationale Gemeinschaft sollte auf eine friedliche Konfliktlösung drängen.