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Jugendlicher Missbrauch von Lachgas in Nordrhein-Westfalen nimmt zu

Festnahme in Pragsdorf
Foto: Jonas Augustin

Lachgas, in der Medizin bekannt als schmerzstillendes Anästhetikum, erlebt in Nordrhein-Westfalen eine wachsende Popularität als Rauschmittel unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Doch dieses Phänomen ist nicht ohne Gefahren.

Trend steigt rasant an

In nur einem Jahr verzeichnete Nordrhein-Westfalen einen alarmierenden Anstieg von Vorfällen im Zusammenhang mit Lachgas. Die Fälle sprangen von 68 auf beachtliche 215. Dies hat die Aufmerksamkeit der Behörden geweckt, und das Landeskriminalamt (LKA) hat begonnen, intensiv zu ermitteln, wie ein jüngst von der FDP vorgelegter Bericht für den Innenausschuss NRW zeigt.

Lachgas: Vom medizinischen Nutzen zur Gefahr

Lachgas fand ursprünglich seinen Platz im medizinischen Bereich als Mittel zur Kurznarkose. Doch heutzutage gibt es hierfür bessere Alternativen. Wenn man Lachgas inhaliert, tritt kurzzeitig ein Rauschzustand ein. Übermäßiger Konsum kann jedoch zu Problemen wie Schwindel und sogar Stürzen führen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt: „Ein Atemluftanteil von über 90% Lachgas kann zu Bewusstlosigkeit führen und das Gehirn schädigen.“

Polizeikontrollen und die Herausforderung Lachgas

Die Polizeidienststellen sind nun gewarnt, bei Verkehrskontrollen auf Anzeichen eines Lachgaskonsums zu achten. Es kann zwar keine physische, aber eine psychische Abhängigkeit auslösen. Der Rausch durch Lachgas kann intensiver sein als der durch Alkohol, was zusätzliche Besorgnis erregt, da Lachgas leicht zugänglich und kostengünstig ist.

Regelungen in anderen Ländern

Interessanterweise gibt es in anderen europäischen Ländern striktere Vorschriften bezüglich Lachgas. In den Niederlanden wurde Distickstoffmonoxid, die wissenschaftliche Bezeichnung für Lachgas, als Betäubungsmittel klassifiziert, nachdem es dort jahrelang missbraucht wurde. In Großbritannien wird der Besitz von Lachgas ab dem 8. November als illegal betrachtet.