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Keine Haftstrafe: Urteilsrevision nach Böllerwurf bei Essen gegen Preußen Münster

Überarbeitung des Urteils nach einem Böllerwurf während eines Spiels zwischen RW Essen und Preußen Münster im Februar 2022. Das Amtsgericht Essen ändert das ursprüngliche Urteil. Böllerverbote NRW
Foto: Markus Distelrath

Überarbeitetes Urteil nach Böllerwurf Richtung Preußen Münster

Am 20. Februar 2022 ereignete sich ein Vorfall, bei dem ein 29-Jähriger während eines Spiels zwischen RW Essen und Preußen Münster einen Böller in Richtung der Ersatzbank von Preußen Münster warf. Das Amtsgericht Essen hat nun das ursprüngliche Urteil überarbeitet.

Timing des neuen Urteils

Das Timing des revidierten Urteils ist bemerkenswert, da es kurz vor dem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Teams erfolgte. Ursprünglich wurde der Böllerwerfer zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Dieses Urteil wurde jedoch in der Berufung überdacht und zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe geändert.

Athletiktrainer spricht über den Vorfall

Tim Geidies, der Athletiktrainer von Preußen Münster, war eines der Opfer des Böllerwurfs und erlitt ein Knalltrauma. Trotz der Neubewertung des Urteils zeigt sich Geidies versöhnlich und betont, dass es ihm nicht um das Geld geht. Er ist erleichtert, dass der Vorfall nun abgeschlossen ist und hofft, dass der Täter aus seinen Fehlern lernt.

Reaktionen auf das revidierte Urteil

Während Geidies die Neubewertung akzeptiert, zeigt sich der RWE-Vorstand Marcus Uhlig weniger verständnisvoll. Er kritisiert, dass jemand ein Fußballspiel als Plattform für eine Straftat nutzt, bei der offensichtlich Zuschauer und Spieler gefährdet werden. Es sollte angemerkt werden, dass das Urteil noch nicht endgültig ist.