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Kostenlose Hygieneartikel in Münster: „Ebenso wichtig wie Toilettenpapier und Seife“

Kostenlose Hygieneartike,w ie Tampons und Binden soll es auch zukünftig in Münster geben.
Bild von Anna auf Pixabay

Münster führt Pilotprojekt für kostenlose Hygieneartikel fort

Im letzten Jahr hat Münster erstmals die kostenlose Bereitstellung von Hygieneartikeln an weiterführenden Schulen, Jugendzentren und sozialen Einrichtungen getestet. Nach positiven Rückmeldungen wird das Pilotprojekt nun unter der Leitung des Amtes für Immobilienmanagement und mit Unterstützung des Amtes für Gleichstellung fortgesetzt. Ende des Jahres wird der Stadtrat über die dauerhafte Einführung des Projekts in Münster entscheiden.

Kostenlose Hygieneartikel in Münster als Selbstverständlichkeit in Schulen?

Sabine Langenberg, Direktorin des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums, begrüßt die ersten Spender für kostenlose Hygieneartikel an ihrer Schule. Sie betont, dass die Enttabuisierung der Menstruation bei Jugendlichen ein wichtiger Schritt ist. „Hygieneprodukte wie Tampons und Binden sollten in der Schule genauso selbstverständlich sein wie Toilettenpapier oder Seife. Durch den Einsatz von Spendern kann zudem Verpackungsmüll im Sinne der Nachhaltigkeit reduziert werden.“

Vielfalt und Zugänglichkeit für alle Geschlechter

Die Schulleiterin unterstreicht, dass an ihrer Schule, auch auf Initiative der Schülervertretung, das Thema Vielfalt eine große Rolle spielt: „Indem wir einen Spender auf dem Unisex-WC installieren, machen wir die Hygieneartikel für Jugendliche aller Geschlechter problemlos zugänglich.“

Eigenentwickelte Spender und regionale Zusammenarbeit

Die Bestellung und Lieferung der Hygieneartikel erfolgt über das Amt für Immobilienmanagement. In Zusammenarbeit mit regionalen Handels- und Metallbauunternehmen wurde ein eigener Spender entwickelt, der nicht nur kostengünstiger ist als bisher genutzte Spender, sondern auch die Ausgabe verschiedener Tampongrößen durch separate Fächer ermöglicht.

Großes Interesse und Vorbildfunktion

Das Pilotprojekt zur kostenlosen Bereitstellung von Hygieneartikeln geht auf eine Initiative des Ratsbündnisses aus Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Volt aus dem Jahr 2021 zurück. Eine Umfrage an den Pilotstandorten bestätigte das große Interesse an dem Projekt. Schottland, das bereits 2020 die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten in öffentlichen Einrichtungen beschlossen hat, dient als Vorbild – auch für Städte in Deutschland.

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