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Missbrauchskomplex Münster: Strafminderung für Sabrina K.

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Foto: ambermb

Zweite Chance vor Gericht

Im Landgericht Münster fand kürzlich eine erneute Verhandlung statt, die das Schicksal von Sabrina K., der Ex-Lebensgefährtin des Haupttäters Adrian V., betraf. Im Mittelpunkt stand die Hoffnung auf eine Herabsetzung der ursprünglichen Haftstrafe.

Nach einer Revision, der der Bundesgerichtshof stattgab, wurde das Urteil erneut aufgerollt. Die Karlsruher Richter identifizierten Fehler in der Strafzumessung, wodurch das Landgericht Münster beauftragt wurde, eine neue Strafe festzulegen.

Strafmaßanpassung durch das Landgericht Münster

Das Gericht stand vor der schwierigen Aufgabe, ein angemessenes Strafmaß für eine Mutter zu bestimmen, die Kenntnis von den schweren Verbrechen ihres Partners an ihrem eigenen Sohn hatte, aber nicht eingriff.

Neue Strafe festgelegt

Die 21. Strafkammer des Landgerichts verhängte schließlich eine Strafe von sechs Jahren und neun Monaten. Die Richterin betonte die Schwierigkeit, eine passende Strafe für solch eine Tat zu finden.

Faktoren der Strafminderung

In der Urteilsfindung wurden mehrere Aspekte berücksichtigt, die für Sabrina K. sprachen. Dazu gehörten ihre bisherige Straffreiheit, Teilgeständnisse, Übernahme von Verantwortung und das Eingeständnis, mehr hätte getan werden müssen.

Berücksichtigung der persönlichen Geschichte

Sabrina K.s eigene Missbrauchserfahrungen und die Ausnutzung durch Adrian V. wurden vom Gericht als strafmildernd angesehen. Auch die lange Dauer des Verfahrens spielte eine Rolle.

Unauffällige Angeklagte im Gericht

Während der Urteilsverkündung zeigte sich Sabrina K. emotional zurückhaltend. Ihr Aussehen – blässlich mit dunkelblondem Pferdeschwanz – fiel auf, doch ihre Reaktionen blieben verhalten.

Weitere juristische Schritte unklar

Obwohl eine erneute Revision möglich wäre, deutete Sabrina K.s Verteidiger an, dass man juristisch wohl das Mögliche erreicht habe. Die Entscheidung, ob eine weitere Revision erfolgt, bleibt offen.

Hintergrund: Der Missbrauchskomplex Münster

Der Missbrauchskomplex Münster kam 2020 ans Licht, als in einer Gartenlaube in Kinderhaus gravierende Missbrauchsfälle aufgedeckt wurden. Dieser Fall hat weitreichende Auswirkungen auf die Justiz und die Gesellschaft.