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Neue Initiative in Nordrhein-Westfalen für eine Widerspruchslösung bei Organspenden

Nordrhein-Westfalen plant eine Initiative für eine Widerspruchslösung bei der Organspende. Dies könnte die Spendenzahlen erhöhen und vielen Menschen das Leben retten.
Foto: Jasmin777 auf Pixabay

NRW-Gesundheitsminister setzt sich für Widerspruchslösung ein

Karl-Josef Laumann, der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, will das Thema Organspende und Widerspruchslösung erneut in den Fokus rücken. „NRW plant, dieses Vorhaben im November dem Bundesrat vorzulegen. Mein Ziel ist es, weitere Bundesländer von dieser Initiative zu überzeugen,“ sagte Laumann.

Was genau bedeutet die Widerspruchslösung?

Falls du nicht ausdrücklich zu Lebzeiten gegen eine Organspende aussprichst, könntest du nach dem Hirntod als möglicher Organspender gelten. Das bedeutet, du würdest proaktiv widersprechen müssen, wenn du nicht spenden möchtest.

Die aktuelle Situation der Organspende in Zahlen

Laut Laumann sind aktuell über 8000 Patienten auf ein Organ angewiesen. Die Spendenzahlen sind jedoch enttäuschend, besonders in NRW. Bundesweit sanken die Organspenden im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent, in NRW sogar um 18 Prozent. Laumann betont, dass trotz vieler Bemühungen die Spendenzahlen nicht steigen: „Wir haben wirklich alles versucht, aber die Zahlen bleiben niedrig.“

Widerspruchslösung: Ein Modell mit Erfolg in anderen Ländern

Viele europäische Länder haben bereits Erfolge mit der Widerspruchslösung erzielt. Nordrhein-Westfalen könnte von solch einem Modell profitieren und mehr Menschen das Leben retten.

Die Wichtigkeit der freien Entscheidung

Laumann betont, dass jeder das Recht hat, gegen die Organspende zu entscheiden. „Es geht nicht darum, jemanden zu kritisieren, sondern vielmehr darum, das Leben derer zu retten, die auf ein Organ angewiesen sind. Erwachsenen sollte diese Entscheidung zugemutet werden.“