Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Neue Regelungen zur Windkraft in NRW: Der 1000-Meter-Abstand könnte kippen

Symbolbild Windenergie Der Erneuerbare Energien-Verband NRW und die Bezirksregierung Münster stehen in einem Konflikt bezüglich der Ausweisung von Windenergiegebieten. Der Streitpunkt: Die Eignung der Flächen für moderne Windkraftanlagen.
Quelle. Bezirksregierung Münster

Windkraft in NRW: Landtag nimmt Stellung zur 1000-Meter-Abstandsregel

In dieser Woche steht eine bedeutende Entscheidung an: Der Landtag von Nordrhein-Westfalen plant, über die Aufhebung der allgemeinen 1000-Meter-Abstandsregel für Windräder in der Nähe von Wohngebieten zu diskutieren. Dieser Vorschlag stammt von den Regierungsparteien CDU und Grünen. Angesichts der bisherigen Diskussionen in der CDU wird eine Zustimmung zur Abschaffung dieser Regel als wahrscheinlich angesehen. Interessanterweise wurde diese Regelung bereits bei der Modernisierung älterer Windkraftanlagen außer Kraft gesetzt. Diese Auseinandersetzung könnte eine Kehrtwende für die Windkraft in NRW bedeuten.

Windkraft in NRW: Umweltverbände und der Ausbau der Windenergie

Viele Umweltorganisationen sind der Meinung, dass die Abstandsregel den Ausbau der Windenergie in NRW behindert. Gemäß dem Koalitionsvertrag zwischen Schwarz und Grün ist geplant, während dieser Legislaturperiode mindestens 1000 neue Windkraftanlagen in NRW zu bauen.

Verpflichtungen und Pläne für die Bundesländer

Die Bundesländer haben die Aufgabe, bis zum Jahr 2032 insgesamt 1,8 Prozent ihrer Gesamtfläche für Windenergieanlagen bereitzustellen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies für NRW eine Fläche von 61.402 Hektar. Der Regierungsbezirk Münster soll dabei mindestens 12.670 Hektar beisteuern. Aktuelle Pläne sehen für diesen Bezirk 277 zusätzliche Windenergiegebiete vor, wobei die Kreise Borken und Steinfurt besonders geeignet erscheinen.

Die Bedeutung der Windenergie für NRW

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von NRW als Wirtschafts- und Industriestandort. Die Windenergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Allerdings hängt der Erfolg dieses Ausbaus stark von der Akzeptanz der Bevölkerung ab. Die FDP befürchtet, dass die Unterstützung für Windkraft schwindet, wenn Windräder näher an Wohngebiete heranrücken. Dennoch gibt es Grenzen: Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster besagt, dass der Abstand das Dreifache der Höhe der Windkraftanlagen betragen muss.

Positive Aussichten für die Windenergie in NRW

Die schwarz-grüne Regierung von NRW ist optimistisch, was die Zukunft der Windenergie im Bundesland angeht. Die Genehmigungszahlen für neue Anlagen sind in der ersten Hälfte des Jahres 2023 bereits höher als im gesamten Vorjahr.