Suche
Close this search box.
BannerCP

Paukenschlag in Münster: Wahl des Bezirksbürgermeisters überraschend vertagt

Bei der Einwohnerzahl insgesamt liegt Münster auf Platz zehn. Köln, Düsseldorf und Dortmund liegen auf den vorderen drei Plätzen. Münsters Innenstadt im Umbruch: Ein neues Kapitel für den Einzelhandel?
Quelle: Unsplash, Yves Cedric Schulze

Grünen-Kandidat scheitert überraschend

Eigentlich sollte Kai Meyer vor dem Esche am Dienstag zum neuen Bezirksbürgermeister gewählt werden, doch die Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Mitte verlief nicht wie geplant. Stattdessen folgte eine bemerkenswerte Sitzung.

In den ersten zwei Wahlgängen scheiterte Meyer vor dem Esche überraschend. Die Glückwünsche mussten warten.

Die Sitzung begann bereits mit einer Überraschung. Dr. Stephan Nonhoff (Grüne) war nicht anwesend. Dieser hatte nach monatelangen Auseinandersetzungen über seine Amtsführung sein Ehrenamt als Bezirksbürgermeister und sein Mandat in der BV zum 31. August niedergelegt. Die Leitung der Sitzung übernahm sein Stellvertreter Martin Honderboom (SPD).

Die Neuwahl des Bezirksbürgermeisters war einer der ersten Tagesordnungspunkte. Einziger Kandidat war Kai Meyer vor dem Esche, 43, verheiratet, eine Tochter. Er ist LWL-Mitarbeiter und seit 2020 BV-Fraktionssprecher der Grünen. Bei der geheimen Abstimmung stimmten acht der 16 anwesenden Bezirksvertreter mit Ja, acht mit Nein. Meyer vor dem Esche scheiterte überraschend.

Sitzungsunterbrechungen und fehlende Bezirksvertreter

Nach einer Sitzungsunterbrechung folgte der zweite Wahlgang. Erneut gab es nur einen Kandidaten, erneut gab es acht Ja- und acht Nein-Stimmen, und erneut scheiterte Meyer vor dem Esche. Eine weitere Sitzungsunterbrechung folgte, und die Unruhe nahm zu, da mindestens eine Person aus dem Mehrheitsbündnis Grüne/SPD/Volt gegen Meyer vor dem Esche gestimmt haben musste. Ein dritter Wahlgang fand nicht statt, und die Wahl wurde auf die nächste Sitzung am 17. Oktober vertagt.

Die CDU-Fraktion kritisierte das Bündnis dafür, dass es nicht in der Lage war, eine stabile Mehrheit für den eigenen Kandidaten zu organisieren. Der sichtlich enttäuschte Meyer vor dem Esche sagte, er wisse noch nicht, ob er im Oktober erneut kandidieren werde. Die CDU machte derweil deutlich, dass sie im Oktober keinen eigenen Kandidaten aufstellen werde.