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Politikwissenschaftler Dr. Benjamin Höhne fordert klare Linie gegenüber der AfD

Eine Person wählt die AfD.
Photo by Mika Baumeister on Unsplash

Benjamin Höhne von der WWU: „Es braucht eine Brandmauer gegenüber der AFD“

Inmitten der aktuellen Debatte über eine potenzielle Kooperation zwischen der CDU und der „Alternative für Deutschland“ (AfD) auf kommunaler Ebene äußert sich Dr. Benjamin Höhne. Der Politikwissenschaftler der WWU plädiert  für eine unmissverständliche Distanzierung aller anderen Parteien von der AfD. „Es existiert keine universelle Strategie gegen die AfD, da diese Partei aus diversen, sehr unterschiedlichen Flügeln besteht und die politischen Gegebenheiten in jedem Bundesland variieren. Dennoch ist eine klare Trennung notwendig, da die AfD einige grundlegende Regeln unserer Demokratie nicht respektiert“, unterstreicht der Parteienforscher der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster in einem aktuellen Podcast der Universität. In dieser Angelegenheit sei jedoch nicht nur die Union, sondern alle Parteien gefordert. Es komme auch zu Kooperationen anderer Parteien mit der AfD auf lokaler Ebene.

Bewertung der Äußerungen von CDU-Parteichef Friedrich Merz

Die viel diskutierten und teils stark kritisierten Aussagen von CDU-Parteichef Friedrich Merz über eine Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene bezeichnet Benjamin Höhne als „kommunikativen Fehltritt“. Es handelte sich dabei allerdings nicht um einen „bewusst inszenierten Testballon“, um möglicherweise die Stimmung innerhalb der CDU zu ergründen. Höhne sieht eher unglückliche Formulierung, die „zweideutige Signale“ gesendet hat. Dies ist sowohl für die Union als auch für Merz als potenziellem Kanzlerkandidaten „nicht förderlich“.

Besonnenheit im Umgang mit der AfD

Mit Blick auf den anstehenden Bundesparteitag der AfD am 28. und 29. Juli in Magdeburg appelliert der Politikwissenschaftler an eine gewisse Gelassenheit in der Debatte über die AfD. Auch Deutschland müsse diese Form des Rechtspopulismus aushalten. „Das ist leider die Schattenseite der Demokratie, mit der Deutschland nicht alleine ist. Rechtspopulismus ist in vielen Ländern die Reaktion auf die Krise der repräsentativen Demokratie. Daher müssen wir weiterhin diskutieren, wie wir damit umgehen“, fordert Benjamin Höhne.

Über den WWU-Cast

Im Podcast der WWU teilen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen ihre Gedanken. Sie sprechen über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation.

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