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Preisanstieg im Nahverkehr: Fahrpreise für Bus und Bahn explodieren ab Januar

Die Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr in NRW erleben ab Januar eine deutliche Steigerung. Erfahre mehr über die Gründe und die Auswirkungen dieser Preisanpassung. Die Sparzwänge der Bundesregierung gefährden wichtige Bahninfrastrukturprojekte in NRW, darunter den Ausbau der Strecke Münster–Lünen.
Foto: Thomas

Deutliche Tariferhöhungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in NRW

Ab dem kommenden Jahr musst du tiefer in die Tasche greifen, wenn du in NRW mit Bus und Bahn unterwegs bist. Die großen Verkehrsverbünde haben am Mittwoch angekündigt, dass aufgrund gestiegener Energie- und Personalkosten die Fahrpreise zum Teil erheblich angehoben werden. Das Deutschlandticket bleibt von dieser Preisanpassung unberührt und kostet weiterhin 49 Euro pro Monat für bundesweite Fahrten im Nahverkehr. Doch die Finanzdecke für die Mehrkosten scheint dünn zu werden.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Rhein-Sieg passen Preise an

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat eine Preisanpassung von durchschnittlich 9,4 Prozent ab dem 1. Januar 2024 beschlossen. Nachdem bereits im Jahr 2023 die Ticketpreise aufgrund der Inflationsrate angehoben wurden, machen nun die kontinuierlich steigenden Betriebskosten bei den Verkehrsunternehmen eine weitere Tarifanpassung notwendig. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Sieg zieht nach und wird die Preise um durchschnittlich 10,4 Prozent erhöhen. Eine zusätzliche Preiserhöhung im Laufe des Jahres 2024 ist im Gespräch.

Intensive Diskussionen über weitere Preisanpassungen im Westfalentarif

Die Verkehrsunternehmen und die Aufgabenträger der Westfalentarif GmbH befinden sich in intensiven Diskussionen über eine mögliche weitere Preisanhebung im kommenden Jahr. Seit August sind die Fahrpreise im Westfalentarif bereits um durchschnittlich 3,65 Prozent gestiegen. Doch dieser Anstieg scheint nicht ausreichend zu sein. Die finanzielle Lage hat sich seit der letzten Preisanpassung verschärft, vor allem aufgrund der steigenden Inflationsrate und der erhöhten Kosten für Energie, Lohn und Infrastrukturinvestitionen.

Ausblick: Keine weitere Preiserhöhung bis August 2024 erwartet

Bis zum 1. August 2024 wird voraussichtlich auf eine weitere Preiserhöhung verzichtet. Danach ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Tarife ähnlich wie im Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg Gebiet deutlich angehoben werden. Die Liquidität der Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger muss gesichert sein, um das Verkehrsangebot aufrechtzuerhalten, betont Sprecherin Annika Fritzlar.

Drastische Kostensteigerungen bestätigt

Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, bestätigte die Kostensteigerungen vor allem bei Personal und Energie. Aktuell werden Verkehrsverträge überarbeitet, um die Kosten innerhalb der Vertragslaufzeit anzupassen. Der Zweckverband ist der größte Gesellschafter der Westfalentarif GmbH.