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Rathauskoalition drängt auf verkehrsberuhigten Ausbau am Aegidiitor

Aufgrund von Baurbeiten kommt es zur Vollsperrung der A1.
Bild von Anna auf Pixabay

Druck für eine nachhaltige Verkehrsgestaltung

Die Rathauskoalition aus Grünen, SPD und Volt setzt sich energisch für den verkehrsberuhigten Ausbau der großen Kreuzung am Aegidiitor ein. In der kürzlichen Sitzung des Mobilitätsausschusses wurde ein eindringlicher Antrag vorgestellt, der auf lang ersehnte Veränderungen abzielt. Die Koalition argumentiert, dass die Stadtverwaltung den politischen Willen zur Umgestaltung zu lange ignoriert habe.

Konkrete Forderungen im Fokus

Die Initiative der Rathauskoalition beinhaltet klare Forderungen für die Neugestaltung des Aegidiitors:

  • Die Weseler Straße, Stadtgraben und Neutor sollen in beiden Richtungen jeweils eine Busspur erhalten, während eine Fahrspur für den Autoverkehr entfällt. Diese Maßnahme wird als dringlich erachtet.

  • Der Rad-, Fuß- und Busverkehr am Aegidiitor soll höchste Priorität genießen, ohne dass Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausgespielt werden.

  • Die Umwandlung der Aegidiistraße in eine Fahrradstraße wird als dringend notwendig angesehen.

  • Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um regelwidriges Linksabbiegen aus Richtung Stadtgraben in die Aegidiistraße zu unterbinden.

  • Bis zum Sommer 2024 soll die Stadtverwaltung einen klaren Zeitplan für die Umgestaltung vorlegen.

Hintergrund und politischer Widerstand

Die Diskussion über die Verkehrssituation am Aegidiitor begann intensiv im Jahr 2021 und führte zu kontroversen Debatten. Hauptgrund war das umstrittene „Flyover“-Projekt, das von Stadtdirektor Robin Denstorff unterstützt wurde und eine Radfahrerbrücke vorsah. Aufgrund des starken politischen Widerstands wurde das Projekt auf Eis gelegt und schließlich verworfen.

Anhaltende Forderungen und unerfüllte Versprechen

Die Rathauskoalition wirft der Stadtverwaltung vor, den Anspruch, alternative Wegebeziehungen am Aegidiitor für den Fahrradverkehr zu optimieren, bislang nicht umgesetzt zu haben. Obwohl die Stadtverwaltung bereits 2022 beauftragt wurde, Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr am Aegidiitor zu prüfen, blieben konkrete Maßnahmen bisher aus.

Komplexe Herausforderungen

Gerhard Rüller, stellvertretender Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, betonte in der Mobilitätsausschusssitzung, dass Veränderungen am Aegidiitor komplexe Auswirkungen hätten und nicht leicht umzusetzen seien.