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Revolution in Bösensell: Wie das neue Logistikzentrum Anwohner und Umwelt schont

Das Planfeststellungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme der Strecke für den Schienenpersonennahverkehr zwischen Sendenhorst und Münster, bekannt als WLE-Strecke, ist am Freitag abgeschlossen worden. Dieses Verfahren ist ein wichtiger Schritt zur Reaktivierung der rund 21 Kilometer langen Bahnstrecke, auf der der regelmäßige Personenverkehr im September 1975 eingestellt wurde. Zwischenüberschrift: Öffentliche Auslegungen und Stellungnahmen Im Rahmen des Verfahrens fanden zwei öffentliche Auslegungen statt, eine im Jahr 2020 und die andere im Jahr 2022. Dabei wurden insgesamt 68 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Naturschutzverbänden sowie etwa 400 Einwendungen eingereicht. Am Montag wurden zunächst die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und der Naturschutzverbände erörtert. Der Dienstag war der themenbezogenen Erörterung der Einwendungen von Privatpersonen gewidmet. Leider konnten nicht alle Tagesordnungspunkte abschließend besprochen werden, weshalb dieser Teil am Freitag fortgesetzt werden musste. Zwischenüberschrift: Berücksichtigung der Belange Betroffener Mittwoch, Donnerstag und Freitagvormittag waren den Belangen derjenigen gewidmet, die von den geplanten Grundstücksinanspruchnahmen betroffen sind. Die Veranstaltung wurde durchgehend von der Bezirksregierung Münster moderiert, die für das Verfahren zuständige Behörde ist. Zwischenüberschrift: Entscheidung der Bezirksregierung Münster Die im Laufe der Woche gewonnenen Erkenntnisse werden nun in die Entscheidung der Bezirksregierung Münster über den Antrag zur Reaktivierung der WLE-Strecke einbezogen. Laut Pressemitteilung der Bezirksregierung ist der Zeitpunkt für die Entscheidung noch nicht festgelegt. Abschluss: Die Reaktivierung der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Mobilität in der Region. Es bleibt abzuwarten, wie die Bezirksregierung Münster die im Verfahren gewonnenen Erkenntnisse in ihre Entscheidung einfließen lässt.
Foto: Pixabay

Das kürzlich eröffnete Handels- und Logistikzentrum Frische der L. Stroetmann-Gruppe in Bösensell wird täglich von etwa 100 Lkw angefahren. Dies ist nicht nur für die Betreiber des Zentrums eine gute Nachricht, sondern auch für die Anwohner in Mecklenbeck und Albachten.

Zwischenüberschrift: Eine Million Lkw-Kilometer eingespart

Das neue Zentrum, das direkt an der Autobahnzufahrt zur A43 liegt, ermöglicht es laut Unternehmensangaben, eine Million Lkw-Kilometer pro Jahr einzusparen und reduziert somit viele Fahrten zum Standort des alten Frischelagers in Mecklenbeck.

Betrieb des neuen Frischdienst-Lagers

Nach 15 Monaten Bauzeit hat die L. Stroetmann Lebensmittel SE GmbH & Co. KG Münster das Frischdienst-Lager auf dem etwa 16 Hektar großen Grundstück in Betrieb genommen. Das Lager, einschließlich Werkstatt und Verwaltungsräumen, umfasst knapp 15.600 Quadratmeter und bietet Platz für 9000 Euro-Paletten. Täglich werden an 33 Toren etwa 100 Lkw be- und entladen.

Umweltfreundliche Energieversorgung

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes produziert an sonnigen Tagen bis zu 1200 kWh, was etwa 50 Prozent des gesamten Tagesbedarfs abdeckt. Lkw-Kühlmaschinen und Akkupacks werden tagsüber an 100 Ladepunkten mit Solarstrom geladen. Bis Ende 2023 sind weitere 18 Ladepunkte für Elektro-Pkw geplant, und der Ausbau der umweltfreundlichen Energieversorgung wird fortgesetzt.

Rund-um-die-Uhr-Betrieb und Produktvielfalt

Das Zentrum ist rund um die Uhr in Betrieb, und etwa 150 Mitarbeiter sind regelmäßig im Einsatz. Der neue Standort wurde unter anderem für Molkereiprodukte, Wurst und Käse, Obst und Gemüse sowie weitere Spezialitäten errichtet. „Diese Produktpalette steht bei den Edeka-Kunden ganz oben auf der Prioritätenliste“, betont Max Stroetmann. Insgesamt lagern hier 4000 verschiedene Molkereiprodukte und Wurstwaren sowie 1000 Obst- und Gemüseartikel. Von diesem Standort aus versorgt L. Stroetmann als Großhändler etwa 100 Edeka-Märkte und E-Center in Münster und im Münsterland.

Das neue Handels- und Logistikzentrum Frische der L. Stroetmann-Gruppe in Bösensell ist ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Anwohner und der Umwelt. Mit seiner umweltfreundlichen Energieversorgung, der zentralen Lage und der großen Produktvielfalt leistet es einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Versorgung der Region.