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Rückruf von Käseprodukten – Auch Münster betroffen?

Rückrufaktion Käse Münster
Foto von Waldemar auf Unsplash

Die Freude, frische Produkte direkt vom Hof oder Markt zu kaufen, ist in der Regel groß. Durch solch direkte Bezugsquellen erhoffen sich Konsumenten eine höhere Qualität und Authentizität der Lebensmittel. Doch selbst hier können Qualitätsmängel auftreten, die Verbraucher aufhorchen lassen sollten, wie der jüngste Fall der Mobilen Käserei Achim Uhl zeigt.

Rückrufaktion in Bayern und Sachsen: Diese Käsesorten sind betroffen

Die Mobile Käserei Achim Uhl hat aktuell einen Rückruf für 24 ihrer Produkte gestartet. Der Schwerpunkt dieser Rückrufaktion liegt in Bayern und Sachsen. Laut produktwarnung.eu handelt es sich um eine breite Palette von Käsesorten mit unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD):

  • Hausmarke Basilikum – MHD: 12.10.2023
  • Hausmarke Bärlauch – MHD: zwischen 01.10.2023 und 22.10.2023
  • (Eine detaillierte Auflistung der Produkte und ihrer MHD-Daten finden Sie auf produktwarnung.eu)

Gesundheitsgefahr: Verotoxin in der Käseproduktion

Der Grund für den Rückruf ist ernst: In der Salzlake und dem Schmierwasser, welche für die Käseherstellung eingesetzt wurden, konnte Verotoxin nachgewiesen werden. Dieses Toxin kann die Bakterie Escherichia coli hervorrufen, die schwere Lebensmittelinfektionen verursachen kann. Die Symptome, darunter Bauchkrämpfe und Durchfall, können sich innerhalb einer Woche nach dem Verzehr manifestieren, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Besondere Vorsicht bei Risikogruppen

Besonders riskant kann der Verzehr für Personen mit einem geschwächten Immunsystem sein. Hierzu zählen Kinder, Senioren oder Personen mit Vorerkrankungen. Im schlimmsten Fall kann es bei Kindern zu einem Nierenversagen kommen. Wer nach dem Verzehr des Käses schwerwiegende Symptome zeigt, sollte dringend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Auch andere Anbieter könnten betroffen sein

Es ist nicht auszuschließen, dass die Produkte auch von anderen Anbietern und möglicherweise unter anderen Bezeichnungen verkauft wurden. Daher sollten Käufer die MHD-Daten und Produktbezeichnungen ihrer Käseeinkäufe genauestens prüfen.

Münster nicht direkt betroffen

Für die Einwohner von Münster in Westfalen gibt es erstmal Entwarnung. Bislang sind keine Fälle bekannt, bei denen die betroffenen Käsesorten in dieser Region verkauft wurden. Dennoch sollten auch hier die Verbraucher vorsichtig sein und sich über aktuelle Rückrufaktionen informieren, bevor sie Produkte konsumieren.

Fazit

Käseliebhaber sollten in der aktuellen Situation besonders wachsam sein. Es ist ratsam, sich regelmäßig über Produktwarnungen zu informieren und bei Unsicherheiten im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten. Das Wohl und die Gesundheit sollten immer an erster Stelle stehen.