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Notfallmanöver zur Sicherung des brennenden Frachters

Sicherung des brennenden Frachters: Ein Autofrachter, der seit Tagen in der Nordsee Feuer fängt, wird aktuell zu einem sicheren Ankerplatz umgeleitet. Starke Winde und Rauch behinderten ursprünglich das riskante Verfahren. Bergungsexperten aus der niederländischen Küste haben die Umsiedlung des in Flammen stehenden Frachters in der Nacht fortgesetzt.
Foto: Pixabay, klaushh

Der Auto-Frachter, der seit Tagen in der Nordsee in Flammen steht, befindet sich nun auf dem Weg zu einem sicheren Ankerplatz. Er war zuvor durch starken Wind und Rauch an einer raschen Bewegung gehindert. Niederländische Bergungsspezialisten arbeiteten in der Nacht, um das brennende Frachtschiff zu einem sicheren Ort zu transportieren.

Das Schiff, das etwa 200 Meter lang ist, wird voraussichtlich im Laufe des Tages an seinem neuen Ankerplatz etwa 16 Kilometer vor der Wattenmeerinsel Schiermonnikoog ankommen. Um 8 Uhr war das Schiff noch 33 Kilometer von seinem Ziel entfernt.

Seit Sonntagabend haben zwei Schlepper die „Fremantle Highway“ Richtung Osten abgeschleppt. Dies wurde von der zuständigen Wasserbehörde in Den Haag mitgeteilt. Der Frachter lag bisher vor der Insel Terschelling.

Brennender Frachter: Situation weiterhin kritisch

Es bleibt eine riskante Situation, da das Schiff noch brennt und 3800 Autos an Bord hat. Dabei besteht nach wie vor die Gefahr einer Umweltverschmutzung. Die Behörden versichern jedoch, dass das Schiff ständig überwacht und seine Stabilität geprüft wird.

Die Schiffshülle wurde von Spezialisten untersucht und trotz der Hitze für stabil befunden. Die Behörde teilte mit, dass zusätzliche Schiffe einsatzbereit sind, falls es zu einer Ölverschmutzung kommen sollte.

Die Schlepper sind langsam und kontrolliert unterwegs, mit einer Geschwindigkeit von etwa 5,5 Kilometer pro Stunde. Bergungsexperten gehen davon aus, dass der Transport 12 bis 14 Stunden dauern wird. Sie wollten jedoch keine genaue Ankunftszeit nennen, da dies von Rauch, Wetter und Strömung abhängt.

Auswirkungen auf Wattenmeer und Umwelt

Der neue Ankerplatz soll weniger verkehrsreich und besser vor Wind geschützt sein. Der Frachter lag bisher zwischen zwei stark befahrenen Schifffahrtsrouten. Zwei Schlepper werden den Frachter am neuen Liegeplatz stabil halten. Sobald es die Situation an Bord erlaubt, soll das Schiff in einen Hafen gebracht werden.

Trotz einer Abschwächung des Feuers seit Mittwoch bleibt die Gefahr bestehen, dass die Stahlwände der Hitze nicht standhalten. Ein Zerbrechen und Kentern des Schiffes könnte zu einer Ölpest führen – eine Katastrophe für die Nordsee und das besonders geschützte Wattenmeer. Bislang konnte das Feuer nicht gezielt gelöscht werden, da Löschwasser das Schiff zum Kentern bringen könnte.

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