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Stärkung der demokratischen Resilienz: Polizei Münster kooperiert mit Villa ten Hompel

Die Fahndung nach ehemaligen RAF-Terroristen intensiviert sich durch ihre Verbindungen nach Ostwestfalen. Ein bevorstehender Aufruf in „Aktenzeichen XY ungelöst“ und eine Belohnung von 150.000 Euro sollen neue Hinweise liefern.
Foto: Fabian Holtappels

Gemeinsames Engagement für Demokratie

Die Villa ten Hompel, die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) und die Polizei Münster haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ihr Ziel ist es, die „demokratische Resilienz“ von Polizisten zu stärken. In Seminaren der Villa ten Hompel wird unter anderem thematisiert, wie die Schutzpolizei im Nationalsozialismus Verbrechen begünstigte und ausführte.

Polizei Münster und Villa ten Hompel: Kooperation mit Hintergrund

Diese Kooperation kommt nicht aus dem Nichts. Schon 2021 wies das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) auf die Ergebnisse einer Studie hin, die es selbst initiiert hatte. Sie betonte den Mehrwert von Kooperationen zwischen Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren im Kampf gegen Rechtsextremismus.

Rechtsextremismus in den eigenen Reihen

Die Kooperationsvereinbarung fällt in eine Zeit, in der die Polizei Münster sich verstärkt mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen muss. Mehrere Beamte wurden suspendiert, nachdem sie Teil einer Chatgruppe waren, in der rechtsextreme und frauenfeindliche Inhalte geteilt wurden. Sie sind mittlerweile wieder im Dienst, aber nicht mehr im SEK.

Prävention und interne Arbeit

Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf betonte, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Kooperationsvereinbarung und den rechtsextremen Chats gebe. Die Polizei arbeite schon seit Jahren im Bereich der Prävention. Der Fall der rechtsextremen Chats zeige lediglich, wie wichtig es sei, in diesem Bereich weiter aktiv zu sein.

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