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Streit um Windenergie-Flächen: Erneuerbare Energien-Verband vs. Bezirksregierung Münster

Symbolbild Windenergie Der Erneuerbare Energien-Verband NRW und die Bezirksregierung Münster stehen in einem Konflikt bezüglich der Ausweisung von Windenergiegebieten. Der Streitpunkt: Die Eignung der Flächen für moderne Windkraftanlagen.
Quelle. Bezirksregierung Münster

Konflikt um die Ausweisung von Windenergiegebieten

Der Erneuerbare Energien-Verband NRW (kurz: LEE NRW), eine wichtige Instanz im Bereich der erneuerbaren Energien mit Hauptsitz in Düsseldorf, und die Bezirksregierung Münster befinden sich inmitten eines intensiven Konflikts. Der Hauptstreitpunkt dreht sich um die geplante Nutzung und Ausweisung von Windenergie-Flächen in Münster. LEE NRW äußert ernsthafte Bedenken und kritisiert scharf, dass ein Großteil der im aktuellen Regionalplan vorgesehenen Gebiete nicht den Anforderungen und Standards moderner Windkraftanlagen entspricht. Dies wirft Fragen bezüglich der zukünftigen Energieversorgung und der Einhaltung von Umweltstandards in der Region auf. Es bleibt abzuwarten, wie beide Parteien zu einer Lösung kommen werden.

Aussagen von Experten und Beteiligten

Es wird hervorgehoben, dass rund 70 Prozent der geplanten Gebiete möglicherweise nicht für die aktuellen Windkraftanlagen geeignet sind. Diese Einschätzung könnte nicht nur die festgelegten Ziele auf Landesebene in Frage stellen, sondern auch die allgemeinen Verpflichtungen des Bundeslandes. Im Gegensatz dazu wird betont, dass die Planungen strikt den rechtlichen Vorgaben folgen und in ihrer Gesamtheit als rechtmäßig betrachtet werden können.

Bundesvorgaben und regionale Umsetzung

Gemäß dem Windenergieflächenbedarfsgesetz des Bundes sollen bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden. Für NRW entspricht dies 61.400 Hektar, wovon 12.670 Hektar auf den Regierungsbezirk Münster entfallen. Aktuell sind im Regionalplan 277 Gebiete mit insgesamt 15.700 Hektar vorgesehen.

Die Herausforderung der modernen Windenergieanlagen

Christoph Austermann von der BBWind GmbH in Münster weist darauf hin, dass viele der geplanten Flächen vor etwa 20 Jahren für kleinere Windräder geeignet waren. Während damals Windräder mit einer Höhe von 100 Metern üblich waren, erreichen heutige Anlagen Höhen von bis zu 250 Metern.

Windenergie-Flächen in Münster: Rechtliche Aspekte und Positionen der Beteiligten

Die Bezirksregierung argumentiert, dass die Bundesgesetze keine spezifischen Anforderungen an die Windenergiegebiete stellen. Für den LEE NRW steht jedoch die Errichtung neuer Windräder im Vordergrund, weshalb bereits bestehende Anlagen nicht berücksichtigt werden sollten.