Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Überfüllte Universitäten: Ein unerwartetes Problem für Erstsemester in Münster

Ein unerwarteter Anstieg der Erstsemesterzahlen führt zu Überbuchungen in vielen Studiengängen an NRW-Hochschulen. Die genauen Ursachen werden derzeit untersucht. Erstsemester in Münster müssen sich auf Herausforderungen einstellen.
Foto: nikolayhg

Ein unerwartetes Problem in NRW-Hochschulen

Studierende in Nordrhein-Westfalen könnten bald in vollen Hörsälen sitzen oder sogar samstags Vorlesungen haben. Die Universitäten des Bundeslandes, die bereits mit begrenzten Ressourcen zu kämpfen haben, stehen vor neuen Herausforderungen. Auch Erstsemester in Münster müssen sich auf Probleme einstellen. Der Grund für dieses Dilemma ist eine unerwartete Überbuchung von Studienplätzen für das kommende Wintersemester, welches am 1. Oktober beginnt. Auch die Universität Münster ist betroffen: Hier haben sich statt der prognostizierten 434 Erstsemester im Fachbereich Rechtswissenschaft beeindruckende 720 Studierende eingeschrieben. Dies stellt die Universität vor logistische und organisatorische Herausforderungen.

Ursachenforschung im Gange

Die genauen Gründe für diese unerwartete Zunahme sind noch nicht bekannt. Klar ist lediglich, dass die Anmeldezahlen in diesem Jahr höher seien, als in den Vorjahren. Untersuchungen laufen, um herauszufinden, ob das Problem bei der Universität selbst oder beim Computer-System der in Dortmund basierten Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) liegt. Diese Stiftung unterstützt mit ihrer Online-Plattform Hochschulstart Universitäten in ganz Deutschland bei lokalen Zulassungsverfahren.

Aktuelle Zahlen und betroffene Studiengänge

Nach ersten Schätzungen haben sich an der Universität Münster fast 1450 Studierende mehr als erwartet eingeschrieben. Im letzten Wintersemester waren es nur 5100 neue Immatrikulationen. Die endgültigen Zahlen werden Anfang Oktober erwartet. Es gibt 19 Studiengänge an der Universität Münster, die über das „Dialogorientierte Serviceverfahren“ der SfH Plätze vergeben haben und nun überbucht sind. Neben Rechtswissenschaften sind auch beliebte Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Kommunikationswissenschaften und Biowissenschaften betroffen. Auch andere Fächer wie Soziologie und Informatik verzeichnen einen Anstieg.

Ein landesweites Problem

Es scheint, dass etwa zwei Dutzend Universitäten in ganz Deutschland, darunter 15 in NRW, von diesem unerwarteten Anstieg der Erstsemester betroffen sind. Die Stiftung für Hochschulzulassung, die für die Zulassungsverfahren verantwortlich ist, ist ebenso überrascht und sucht intensiv nach den Gründen für diesen Trend.  Eine Theorie deutet darauf hin, dass sich das Bewerbungsverhalten der Studierenden möglicherweise geändert hat, wobei mehr zugelassene Kandidaten ihre Studienplätze annehmen als zuvor.