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Verendete Tiere im Allwetterzoo Münster: Zoo gibt Fehler im Umgang mit Faultier „Pauli“ zu

Ein Faultier
Photo by Bennet Robin Fabian on Unsplash

Zoo Münster: Faultier „Pauli“ verendete letzte Woche

Im Zoo Münster verstarb zuletzt das Faultier „Pauli“. Dies sorgte für Aufsehen. Nachdem Videoaufnahmen eines gestressten „Pauli“ aufgetaucht waren, wurde das Tier am nächsten Tag leblos in seinem Gehege gefunden. Nun hat der Zoo die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung veröffentlicht, um die Todesursache des Faultiers zu klären.

Hitzestress als wahrscheinliche Ursache

Laut dem umfassenden Statement des Allwetterzoos Münster gehen die Befunde der Untersuchung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Hitzestress zurück. Das heiße Wetter in der Meranti-Halle, in der das Faultier lebte, wird als ausschlaggebender Faktor vermutet. Obwohl weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen, deuten sie nicht darauf hin, dass diese allein zum Tod des etwa zwei Jahre alten Tieres geführt haben.

Zoo Münster Faultier: Tierschutzaktivisten hatten Bedenken geäußert

Bereits zuvor hatten Tierschutzaktivisten ihre Vermutungen geäußert. Die Initiative „Taubenfreunde Münster“ hatte ein Video veröffentlicht, in dem „Pauli“ mehrmals den Kopf in eine Wasserschüssel tauchte. Der Zoo hatte das Verhalten des Faultiers als normales Trinkverhalten interpretiert und betont, dass ihnen die im Video gezeigten Szenen nicht zur Beurteilung vorlagen.

Der Umgang des Zoos mit den Todesfällen

Der Allwetterzoo Münster reagierte auf Kritik seitens der Tierschützer, dass das Personal trotz mehrfacher Hinweise besorgter Besucher nicht eingegriffen habe. Der Zoo betonte, dass das Tierpflegepersonal das Verhalten der Tiere stets aufmerksam beobachte, auch an dem besagten Wochenende. Obwohl das Faultier unruhiger gewirkt habe als gewöhnlich, habe es gefressen und normale Kotabsätze gehabt, weshalb kein akuter Handlungsbedarf gesehen wurde.

Die Konsequenzen und Verbesserungen des Zoos

Der Zoo räumt eine Fehleinschätzung ein, da das Personal bisher die Temperatur in der Halle mithilfe aktiver Lüftung gut regulieren konnte und daher keine zusätzliche Kühlung mittels Klimatechnik vorgenommen hatte. Dies sei im Nachhinein betrachtet ein Fehler gewesen. Der Allwetterzoo Münster hat daraus gelernt und das Klimamanagement verbessert, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Generell stellt die Temperatur in der Halle für die Tiere kein Risiko dar, da sie sich in kühlere Bereiche zurückziehen können.

Die Herausforderungen mit den Störchen und Geiern

Der Zoo weist auch auf die Problematik der vielen Storchennester auf dem Zoogelände hin. Aufgrund des reichlichen Nahrungsangebots, insbesondere Mäuse, wachsen jedes Jahr viele Jungvögel heran, sodass der Platz in den Nestern nicht ausreicht und immer wieder Tiere herunterfallen oder springen. Beim verendeten Jungstorch möchte der Zoo das Risiko für die im Geiernest brütenden Elterntiere vermeiden und plant daher, den Kadaver nicht zu entfernen.

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