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Verhandlungen bei der Deutschen Bahn: Ein Weg ohne Einigung, aber auch ohne Streik

Die Deutsche Bahn stellt mit InfraGo eine neue Gesellschaft vor, die ab Januar 2024 die Sanierung und den Ausbau des Gleisnetzes vorantreiben soll, um die täglichen Herausforderungen von Verspätungen und Ausfällen anzugehen.
Foto: Jürgen auf Pixabay

Vorerst Entwarnung für Bahnreisende: Kein Streik in Sicht

Fahrgäste der Deutschen Bahn können vorerst aufatmen. Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) endete ohne eine Einigung, jedoch auch ohne eine Streikankündigung. Beide Parteien haben sich darauf geeinigt, die Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen, obwohl inhaltlich keine Fortschritte erzielt wurden.

Stellungnahme der GDL: Unzureichendes Angebot der Bahn

GDL-Chef Claus Weselsky bezeichnete das Angebot der Bahn als „zu wenig, zu lange und am Ende des Tages nicht ausreichend“. Trotzdem zeigte sich die Gewerkschaft offen, die Verhandlungen in der nächsten Woche fortzusetzen. Dies zeigt eine Bereitschaft zum Dialog, auch wenn die Forderungen noch weit auseinanderliegen.

Bahn-Personalvorstand: Keine Zustimmung zur Arbeitszeitverkürzung

Martin Seiler, der Personalvorstand der Deutschen Bahn, begrüßte die Bereitschaft der GDL zu weiteren Gesprächen. Er betonte allerdings das „klare Nein“ des Konzerns zur Arbeitszeitverkürzung, einem zentralen Anliegen der GDL. Die Gewerkschaft fordert eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden, ein Vorschlag, den die Bahn bisher nicht akzeptiert hat.

Das Angebot der Bahn: Erhöhung statt Arbeitszeitverkürzung

Das von der Bahn vorgelegte Angebot umfasst eine elfprozentige Entgelterhöhung über einen Zeitraum von 32 Monaten, ohne die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung zu berücksichtigen. Dieser Punkt bleibt weiterhin ein Hauptstreitpunkt in den anhaltenden Verhandlungen.