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Verschobene Pläne: Erweiterung der A1 zwischen Münster und Osnabrück auf Eis gelegt

Wegen Ausbauarbeiten ist die A1 bei Münster dieses Wochenende gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Der Ausbau soll bis 2027 abgeschlossen sein. Sperrung A1 Münster
Bild von Monika auf Pixabay

Unerwartete Verzögerungen beim Ausbau der A1

Die geplante Erweiterung der Autobahn A1 von vier auf sechs Spuren im Bereich zwischen Münster und Osnabrück hat eine unerwartete Wendung genommen. Entgegen der Erwartungen wurde die Ausschreibung für den Ausbau dieses Abschnitts kürzlich zurückgezogen. Der ursprüngliche Start des Projekts war für September 2023 vorgesehen, jedoch ist nun mit einer erheblichen Verzögerung zu rechnen.

Gründe für die Projektverschiebung

Der geplante sechsspurige Ausbau zwischen Münster-Nord und Kreuz Lotte-Osnabrück hat durch den plötzlichen Stopp erhebliche Rückschläge erfahren. Die zuständige Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) hat sich kurz vor Abschluss des Verfahrens dazu entschlossen, die Ausschreibung zurückzunehmen. Ein Hauptgrund für diesen Schritt war das Fehlen eines akzeptablen Angebots für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro.

Streitigkeiten und Enttäuschungen im Projektverlauf

Zwischen Bund und Land NRW herrschte lange Zeit Uneinigkeit darüber, ob der Ausbau von privaten Unternehmen oder der staatlichen Straßenbauverwaltung übernommen werden sollte. Ein Kompromiss wurde letztendlich gefunden. Die Strabag AG war der letzte verbleibende Bieter, nachdem ein Konkurrent das Verfahren verlassen hatte. Strabag zeigt sich enttäuscht über den plötzlichen Stopp und wirft der öffentlichen Hand vor, das langwierige Vergabeverfahren unnötig hinausgezögert zu haben.

Die Bedeutung der A1 für Deutschland

Die Autobahn A1 zählt zu den wichtigsten Verkehrsrouten in Nord-Süd-Richtung und erstreckt sich von Heiligenhafen an der Ostsee bis nach Saarbrücken. Mit einer Gesamtlänge von 749 km ist sie die drittlängste Autobahn des Landes. Die Notwendigkeit des Ausbaus zeigt sich besonders im Abschnitt zwischen Kamener Kreuz und Kreuz Lotte, wo noch immer Engstellen vorhanden sind.

Mögliche finanzielle Auswirkungen der Verzögerung

Es gibt Bedenken, dass die Verschiebung des A1-Ausbaus zu steigenden Projektkosten führen wird. Experten und Beteiligte warnen, dass die Verzögerung nicht nur enttäuschend, sondern auch wirtschaftlich schädlich ist.