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Münster: Prozess um Vergewaltigungsvorwurf mit überraschender Wendung

Ein Gericht in Münster wird die Berufung überprüfen müssen.
Bild von Arek Socha auf Pixabay

Ein komplexer Fall: Wer ist Opfer, wer ist Täter?

In Münster hat ein Gerichtsverfahren begonnen, das sich mit einem schwerwiegenden Vorwurf der Vergewaltigung befasst. Ein 26-jähriger Mann und sein 16-jähriger Schwager stehen im Mittelpunkt der Anklage. Doch der Fall ist nicht so eindeutig, wie es zunächst scheint.

Prozess in Münster: Vergewaltigung zur Wiederherstellung der Familienehre?

Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Männer einen Bekannten in seiner Wohnung vergewaltigt und die Tat gefilmt haben, um ihre Familienehre wiederherzustellen. Dieser Bekannte wird beschuldigt, die Ehefrau des 26-Jährigen und Schwester des 16-Jährigen zuvor vergewaltigt zu haben.

Beweise und Befunde: Was wirklich geschah

Der 26-jährige Hauptangeklagte erzählt eine andere Geschichte. Nachdem er von der mutmaßlichen Vergewaltigung seiner Frau erfahren hatte, suchte er den Bekannten auf, um die Aufnahmen von dessen Handy zu löschen. Doch die Situation eskalierte in der Wohnung des Bekannten.

Die Eskalation: Drohungen und Gewalt

In der Wohnung des Bekannten kam es zu einem heftigen Streit. Der Bekannte soll dem 26-Jährigen gedroht haben, seine Ehre sei nur dann wiederhergestellt, wenn er seine Frau tötet. Inmitten dieser Auseinandersetzung soll der 26-Jährige den Bekannten mit einem Messer bedroht und unsittlich berührt haben, während der 16-Jährige die Szene filmte.

Die Verteidigung: Keine Absicht zur Vergewaltigung

Trotz der schweren Vorwürfe beteuert der 26-Jährige, dass er den Bekannten weder vergewaltigen noch verletzen wollte. Die Handlungen seien aus Angst und in der Hitze des Moments geschehen.