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Wer sollte sich impfen lassen?

Wer soll sich impfen lassen
Bild Ed Us auf Unsplash

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Impfung für Personen über 60 Jahre und für jene über sechs Monaten, die aufgrund einer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Ebenso wird die Impfung für Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt sowie für nahe Angehörige und Kontaktpersonen von Menschen empfohlen, bei denen eine Impfung keine schützende Immunantwort erzielen kann. Schwangeren wird zudem zur Grippeimpfung geraten.

Welche Impfstoffe sind aktuell verfügbar?

Derzeit wird in den Praxen hauptsächlich der angepasste Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. Der Impfstoff von Moderna hat zwar auch die EU-Zulassung erhalten, jedoch ist die Regelung bezüglich der Bezahlung noch nicht geklärt, weshalb Ärzte zögern, diesen Impfstoff anzubieten. Die Verhandlungen hierzu sind noch im Gange.

Wie effektiv sind die angepassten Corona-Impfstoffe?

Die neuen Impfstoffe sind speziell auf die aktuelle Omikron-Sublinie zugeschnitten und enthalten keine Anteile mehr der früheren Alpha- oder Deltavarianten. Laut dem Pneumologen Leif Erik Sander, der an der Berliner Charité die Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung leitet, sind die Anpassungen am Impfstoff minimal, aber immunologisch entscheidend. Die bisherigen Daten zeigen, dass eine Auffrischung mit dem XBB.1.5-Antigen durch Impfung oder Infektion zu einer breiteren Impfantwort führt, die gegen alle derzeit zirkulierenden Sublinien, einschließlich der sogenannten Eris und Pirola-Varianten, wirksam ist.

Gibt es bereits Erfahrungen mit Nebenwirkungen des neuen Corona-Impfstoffs?

Die angepassten Impfstoffe sind erst kürzlich in den Praxen eingetroffen, daher sind die Erfahrungen noch nicht repräsentativ. Allerdings erwartet Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, keine anderen als die bereits bekannten Impfreaktionen, wie Druckschmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und in manchen Fällen auch Fieber.

Kann ich eine Corona- und Grippeimpfung zusammen erhalten?

Ja, eine zeitgleiche Impfung ist möglich und wird sogar empfohlen, um besser durch die anstehenden Wintermonate zu kommen und schwere Covid-19-Erkrankungen zu reduzieren. Die Influenza-Impfung sollte möglichst nahe an der zu erwartenden „Grippewelle“ gegeben werden, die meistens ihren Scheitel im Januar/Februar hat.

Was, wenn mir die Impfungen nicht empfohlen werden, ich mich aber impfen lassen möchte?

In solchen Fällen sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt geführt werden. Die Impfentscheidung ist immer eine individuelle, die zwischen Arzt und Patient getroffen wird. Auch wenn jemand nicht unter die Empfehlung fällt, gibt es die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

Mit diesen Informationen ausgestattet, können Sie eine informierte Entscheidung über Ihre Impfung treffen. Bei weiteren Fragen oder Bedenken ist es immer ratsam, sich an Ihren Hausarzt zu wenden.