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Wohnungsbau in NRW 2023: Münster bricht Trends

Die Bundesregierung und die Immobilienbranche suchen nach Lösungen, um den Wohnungsbau in Deutschland anzukurbeln. Neue Fördermaßnahmen und Vereinfachungen der Bauvorschriften stehen im Fokus.
Foto: 652234 auf Pixabay

Signifikanter Rückgang bei Baugenehmigungen in NRW

In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 erteilten die Bauämter in NRW Baugenehmigungen für 32.648 Wohnungen – das ist ein Rückgang von 29,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der niedrigste Wert seit 2012. Besonders stark war der Rückgang bei der Errichtung neuer Wohngebäude mit 40 Prozent. Nur eine Stadt bildet die Ausnahme: Münster.

Münster tanzt aus der Reihe: Anstieg bei Baugenehmigungen

In Münster sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Hier blieb die Anzahl der Baugenehmigungen für Wohnungen nahezu konstant, mit grünem Licht für rund 1.100 Appartements. Überraschenderweise stieg die Zahl der Genehmigungen für neue Wohngebäude sogar um 29,2 Prozent.

Zunahme bei Einfamilienhäusern gegen den Landestrend

Eine bemerkenswerte Entwicklung in Münster ist der Anstieg der genehmigten Einfamilienhäuser um 77,6 Prozent, während landesweit ein Rückgang zu verzeichnen war. Ein Großteil dieser Einfamilienhäuser sind Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Dieser Trend wird teilweise auf die Entwicklungen auf der York-Kaserne zurückgeführt, wo zahlreiche solcher Häuser genehmigt wurden.

Klimagerechte Bauleitplanung und ihre Auswirkungen

Im Mai dieses Jahres hat der Stadtrat Münster den „Leitfaden Klimagerechte Bauleitplanung“ verabschiedet. Nach dieser Regelung sollen Reihen- und Doppelhäuser künftig nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Diese Änderung könnte zukünftig die Statistik der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser in Münster beeinflussen.