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Wohnungsnot in Münster: Herausforderungen und Lösungen für Familien

Wohnung und Schlüssel im Miniaturformat.
Photo by Tierra Mallorca on Unsplash

Blühende Geranien und wachsende Herausforderungen

In Münster zeugen blühende Geranien auf Fensterbänken des Hauses Nieberdingstraße 23 von der Anpassungsfähigkeit seiner Bewohner: Familien ohne Wohnung. Derzeit beherbergt die ehemalige Flüchtlingsunterkunft 50 Personen, und die Zahl soll sich nach Planung der Stadtverwaltung bald verdoppeln.

Münsters Stadtverwaltung sieht sich gezwungen, von ihren bisherigen Standards für die Unterbringung wohnungsloser Familien abzuweichen. Die sieben Übergangseinrichtungen der Stadt sind teils massiv überbelegt, was zu steigenden Spannungen führt.

Auslastung und Kapazitätsengpässe

Am Beispiel des Stichtags 1. August wird deutlich, dass die vorhandenen Kapazitäten bis an ihre Grenzen genutzt werden. Statt der rechnerisch möglichen 267 Plätze waren alle 314 dezentralen Plätze besetzt. Dies führt zu Konflikten unter den Bewohnern.

Sicherheit und Konfliktmanagement

Das Holzgebäude an der Nieberdingstraße, errichtet während des Flüchtlingszustroms nach 2015, wird als möglicher Ort für zusätzliche Unterbringungen erwogen, auch wegen des dort eingesetzten Sicherheitsdienstes.

Die Situation anerkannter Geflüchteter

Viele der wohnungslosen Familien in Münster sind anerkannte Geflüchtete, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt kaum Unterkunft finden. Gleichzeitig suchen neue Geflüchtete, einschließlich jener aus der Ukraine, Zuflucht in der Stadt.

Zunahme der Wohnungslosigkeit in Münster

Ein dramatischer Anstieg der Wohnungslosen um rund 70 Prozent innerhalb eines Jahres verdeutlicht die Dringlichkeit der Situation in Münster.

Ausblick und weitere Maßnahmen

Die Stadtverwaltung hält es für wahrscheinlich, dass kurzfristig zusätzliche Kapazitäten für wohnungslose Familien benötigt werden. Neue Lösungen müssen gefunden werden, möglicherweise wieder im Bereich der Flüchtlingseinrichtungen.