
Münster. Während viele Regionen in Nordrhein-Westfalen (NRW) künftig mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen müssen, zeigt die Bevölkerungsprognose für 2050 in Münster ein anderes Bild: Die Stadt wird nach aktuellen Berechnungen weiter wachsen. Prognosen gehen von rund 330.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2050 aus – das entspricht einem Plus von rund 2,4 Prozent gegenüber heute. Damit bleibt Münster eine der wenigen wachsenden Großstädte im Land, während NRW insgesamt schrumpft.
Laut dem Statistischen Landesamt IT.NRW wird die Bevölkerung in NRW von derzeit rund 18 Millionen Menschen auf etwa 17,5 Millionen im Jahr 2050 sinken. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, während dynamische Hochschulstädte wie Münster vom Zuzug junger Menschen, Familien und Studierender profitieren.
Münster zählt schon heute zu den beliebtesten Städten in Westfalen. Ende 2024 waren laut amtlicher Statistik 322.715 Menschen mit Hauptwohnsitz in der Stadt gemeldet. Eine regionale Studie prognostiziert bis 2050 einen weiteren Anstieg auf rund 326.000 bis 330.000 Einwohner, abhängig von der Zuwanderung. Ohne Migration würde die Zahl laut Berechnungen dagegen auf knapp 299.000 sinken – ein Hinweis darauf, wie wichtig internationale und innerdeutsche Zuzüge für die Stadtentwicklung sind.
Auch bis 2040 rechnen Fachleute mit einem dynamischen Wachstum: IT.NRW geht von einer Einwohnerzahl von rund 360.000 Menschen aus. Gründe dafür sind der anhaltende Ausbau von Wohngebieten, eine hohe Lebensqualität und die starke Anziehungskraft der Universitäts- und Wirtschaftsstadt.
Trotz Wachstum zeigt die Bevölkerungsprognose Münster 2050 auch klare demografische Veränderungen. Das Durchschnittsalter steigt von 41,7 Jahren (2023) auf 43,8 Jahre bis 2050 – damit liegt Münster künftig über dem NRW-Schnitt. Besonders stark wachsen die Altersgruppen 65 bis 79 Jahre (+33,6 %) und über 80 Jahre (+9,9 %). Gleichzeitig bleiben die jüngeren Altersgruppen stabil oder steigen leicht an, was auf eine weiterhin familienfreundliche Stadtstruktur hinweist.
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Im Vergleich zu Münster zeigt sich in NRW ein gegenteiliger Trend. Die Landesbevölkerung könnte laut IT.NRW ohne Zuwanderung sogar auf 15,6 Millionen Menschen sinken. Zudem altert das Land deutlich: Der Anteil der über 67-Jährigen steigt von 30 Prozent heute auf rund 42 Prozent im Jahr 2050. Besonders die ländlichen Kreise in Westfalen und Ostwestfalen-Lippe werden mit Abwanderung und Überalterung zu kämpfen haben.
Um den Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu begegnen, setzt Münster auf nachhaltige Stadtentwicklung. Neue Wohnquartiere auf Konversionsflächen, eine klimafreundliche Infrastruktur und gezielte Sozial- und Bildungsangebote sollen sicherstellen, dass die Stadt auch bei wachsender Bevölkerung lebenswert bleibt. Stadtteile wie Gievenbeck und Gremmendorf-West gehören laut Prognose zu den am stärksten wachsenden Quartieren.
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