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Betrugsprozess in Höhe von 300.000 Euro: Einblicke in einen komplexen Fall

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Bild von Harry Strauss auf Pixabay

Prozessbeginn bei einem schwerwiegenden Betrugsfall

Der Prozessauftakt im Landgericht wirft Licht auf einen schwerwiegenden Betrugsfall, bei dem es um eine Schadenssumme von insgesamt 300.000 Euro geht. Der 72-jährige Angeklagte soll sich in den Jahren 2021 bis 2023 bereichert haben, um seine Spielschulden zu begleichen.

Der Angeklagte: Ein Mann mit seriösem Auftreten

Trotz seines seriösen Erscheinungsbildes – Halbglatze, Hornbrille, Hemd und dunkles Jackett – und seiner beruflichen Vergangenheit als Bänker und Berufsbetreuer steht der Angeklagte nun im Zentrum der Verhandlungen. Sein sogenannter „Ausrutscher“ führte dazu, dass er einen ehemaligen Spielsüchtigen als Strohmann in Online-Casinos einsetzte, was zu einem erheblichen finanziellen Desaster führte.

Die Vorgehensweise: Missbrauch der Vertrauensposition

Eine detaillierte Betrachtung der Taten zeigt, wie der Angeklagte seine Position ausnutzte. Dies beinhaltet den Verkauf von Wertpapieren einer psychisch erkrankten Frau und die unautorisierte Entnahme von Geldern von Pflegeheimbewohnern. Seine Rechtfertigungen, wie Ausgaben für Taxi-Fahrten eines angeblich hautkrebskranken Betreuten, wurden von der neuen Betreuerin widerlegt.

Weitere Veruntreuungen und die Reaktion des Staatsanwalts

Zusätzlich zu diesen Taten soll der Angeklagte auch bei einem Hausverkauf und durch das Versetzen von Schmuck und Pelzen unberechtigte Gewinne erzielt haben. Die Reaktion des Staatsanwalts auf seine Verteidigungsstrategie war deutlich: „Ihre einzige Chance wäre es gewesen, Lotto zu spielen.“

Der Fall der Goldbarren: Unerklärlicher Schwund

In einem weiteren Vorwurf geht es um den Verlust von sieben Goldbarren aus einer Sammlung von 25, die der Angeklagte für Freunde der Familie versetzen sollte. Der Angeklagte behauptet, er könne sich das Verschwinden nicht erklären.