Suche
Close this search box.
Das Logo von Münster Aktuell
BannerCP

Revision gegen lebenslange Haft im Send-Mordfall

Ein Rückblick auf das Herbstsend in Münster 2023 - von strahlendem Sonnenschein zum verregneten Feuerwerk und dem familienfreundlichen Abschluss am Sonntag.

Revision im Fall des verurteilten Mörders Yevgeni A.

Im Fall von Yevgeni A., verurteilt wegen Mordes zu lebenslanger Haft, sorgt die Einlegung einer Revision für eine neue Wendung. Das Urteil des Landgerichts steht somit vorerst nicht fest.

Der Prozessverlauf und das Urteil des Landgerichts

Nach sechs Verhandlungstagen verurteilte das Landgericht den geständigen Yevgeni A. entsprechend der Forderung der Staatsanwaltschaft wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Dieses Urteil folgte, obwohl die Verteidiger auf eine geringere Strafe plädierten.

Die Strategie der Verteidigung: Plädoyer auf Körperverletzung mit Todesfolge

Zum Erstaunen der Prozessbeobachter plädierten die Anwälte des Angeklagten am letzten Prozesstag für eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Sie argumentierten, ihr Mandant habe nicht die Absicht gehabt, das Opfer zu töten oder schwer zu verletzen.

Revision und die Rolle des Bundesgerichtshofs (BGH)

Die Anwälte haben nun Revision gegen das Urteil eingelegt, um die Ablehnung des Antrags auf ein Sachverständigengutachten und die angebliche Befangenheit der forensischen Gutachterin zu hinterfragen. Der Fall geht nun zum BGH, der überprüft, ob das Landgericht Fehler begangen hat.

Mögliche Konsequenzen der Revision

Wenn der BGH keine Fehler im Urteil findet, wird es rechtskräftig. Bei festgestellten Rechtsfehlern wird der Fall an das Landgericht zurückverwiesen, möglicherweise zu einer neuen Verhandlung oder zu einer teilweisen Neubeurteilung.