
Der FC Schalke 04 hat Mittelfeldspieler Luca Vozar langfristig an den Verein gebunden. Der 19-Jährige unterschrieb am Donnerstagnachmittag, 17. September 2026, seinen ersten Lizenzspielervertrag. Das neue Arbeitspapier läuft bis zum 30. Juni 2029. Schalke bestätigte die Personalie am Donnerstag um 16.31 Uhr in einer offiziellen Vereinsmitteilung. Damit handelt es sich nicht mehr um eine zuvor unbestätigte Transfermeldung. Auch Sky Sport griff die Vertragsverlängerung am Nachmittag auf und berichtete um 16.42 Uhr über Vozars ersten Profivertrag.
Weitere Vertragsbestandteile veröffentlichte Schalke nicht. Angaben zum Gehalt, möglichen Optionen oder einer Ausstiegsklausel machte der Verein nicht. Eine Ablösesumme fällt bei der Personalie nicht an, da Vozar den Verein nicht wechselt, sondern aus der eigenen Nachwuchsabteilung in den Profibereich übernommen wurde. Bereits im Juni 2025 hatte Schalke seinen damaligen Nachwuchsvertrag vorzeitig verlängert, ohne seinerzeit eine Vertragslaufzeit zu nennen.
Vozar wurde am 6. Mai 2007 in Bottrop geboren und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Linksfuß wird im Mittelfeld eingesetzt. Transfermarkt führt das defensive Mittelfeld als seine Hauptposition und nennt das zentrale sowie das offensive Mittelfeld als weitere Einsatzbereiche.
Seine ersten fußballerischen Schritte machte Vozar bei der SpVgg Sterkrade-Nord. Nach Angaben des FC Schalke spielte er dort von 2012 bis 2015, ehe er im Sommer 2015 in die Knappenschmiede wechselte. Seit der U9 durchlief er anschließend sämtliche Nachwuchsmannschaften der Königsblauen. Auch seine Bindung an den Verein reicht noch weiter zurück. Schalke zufolge wurde Vozar bereits im Alter von drei Monaten Vereinsmitglied.
Im Juni 2025 entschied sich der Verein bereits dafür, den damaligen U19-Spieler weiter zu binden. U19-Trainer Norbert Elgert hob seinerzeit Vozars Technik, Spielverständnis, Charakter und Einstellung hervor. Für dessen zweite Saison bei den A-Junioren kündigte Elgert ihm eine größere Rolle an. Tatsächlich übernahm Vozar in der Spielzeit 2025/26 die Kapitänsbinde der U19.
Die vergangene Saison wurde für Vozar zum entscheidenden Schritt in Richtung Profikader. Nach Angaben des FC Schalke absolvierte er unter Trainer Norbert Elgert 25 Spiele in der DFB-Nachwuchsliga und erzielte dabei neun Tore. Eine vollständige Zahl seiner Torvorlagen in diesen 25 Ligapartien weist der Verein nicht aus. Auch das DFB-Datencenter enthält keine vollständige Assist-Statistik für die gesamte U19-Saison.
Zusätzlich gewann Schalke mit Vozar den Westfalenpokal der A-Junioren. Beim 5:2 im Finale gegen den VfL Bochum erzielte der Mittelfeldspieler drei der fünf Schalker Treffer. Der FC Schalke schreibt ihm für dieses Endspiel außerdem eine Torvorlage zu. Der VfL Bochum bestätigt in seinem eigenen Spielbericht Vozars drei Treffer.
Einsätze für Schalkes U23 in der Regionalliga West sind in seiner DFB-Historie für die Saison 2025/26 nicht verzeichnet. Sein Weg führte nach dem Ende der U19-Zeit stattdessen direkt in den Lizenzspielerkader. Damit übersprang der Mittelfeldspieler zumindest bislang eine reguläre Zwischenstation in der zweiten Mannschaft.
Zum Beginn der Saison 2026/27 rückte Vozar dauerhaft in die Mannschaft von Cheftrainer Miron Muslic auf. Er erhielt bei den Profis die Rückennummer 38 und absolvierte die Sommervorbereitung mit der Lizenzmannschaft. Auch im Trainingslager im österreichischen Stubaital gehörte er zum Aufgebot.
Sein erstes Pflichtspiel für die Profis folgte am 5. September. Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern München wurde Vozar in der 74. Minute eingewechselt und feierte damit im Alter von 19 Jahren sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse. Die Bundesliga führt für ihn bislang einen Einsatz in der Saison 2026/27. Tore und Vorlagen stehen nach diesem ersten Auftritt noch nicht zu Buche.
Der Profivertrag folgt damit wenige Wochen nach der endgültigen Aufnahme in den Bundesligakader. Schalke hat sich gegen eine unmittelbare Ausleihe oder eine dauerhafte Einordnung in die U23 entschieden und Vozar stattdessen direkt dem Profiteam zugeordnet. Die Laufzeit bis 2029 verschafft dem Verein dabei eine längerfristige vertragliche Grundlage für seine weitere Entwicklung.
Direktor Profifußball Youri Mulder stellte bei der Vertragsverkündung vor allem die Entwicklung aus der eigenen Akademie heraus. Luca Vozar ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie wir Talente aus der Knappenschmiede fördern, erklärte Mulder. Zudem sagte er über den Mittelfeldspieler: Er überzeugt technisch und mit hohem Spielverständnis.
Schalke verweist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch auf Vitalie Becker und Mertcan Ayhan, die bereits in der vorangegangenen Saison den Schritt aus dem Nachwuchsbereich in die Lizenzmannschaft geschafft hatten. Mulder kündigte an, Vozar gezielt weiterzuentwickeln. Als Qualitäten nannte der Direktor Profifußball unter anderem dessen Standards, Abschlussstärke mit dem linken Fuß und seinen Willen zur täglichen Verbesserung.
Vozar selbst bezeichnete sein Bundesliga-Debüt in der Arena als Erfüllung eines Traums. Gleichzeitig machte der 19-Jährige deutlich, dass er seine Entwicklung fortsetzen wolle. Der Profivertrag verändert seinen Status im Verein damit auch formal: Aus dem langjährigen Nachwuchsspieler ist ein Lizenzspieler des Bundesligakaders geworden.
In der Kaderplanung für die Saison 2026/27 ist Vozar nicht lediglich als U19-Spieler geführt, der gelegentlich bei den Profis trainiert. Schalke hat ihn seit dem Sommer fest in der ersten Mannschaft eingeplant. Auch die offizielle Bundesliga-Transferübersicht führt den 19-Jährigen als Zugang aus der eigenen Jugend.
Wie groß seine Spielanteile im weiteren Saisonverlauf ausfallen, ist damit nicht festgelegt. Der Verein hat jedoch mit der Beförderung in den Profikader, dem ersten Bundesligaeinsatz und nun dem Vertrag bis Sommer 2029 drei konkrete Schritte vollzogen. Vozar gehört damit zu den Spielern, über die Schalke den Übergang aus der Knappenschmiede in den Lizenzbereich fortsetzen will.
Für den 19-Jährigen ist der neue Vertrag zugleich der vorläufige Endpunkt eines Weges, der bereits vor elf Jahren in der Schalker U9 begann. Statt eines externen Transfers setzt der Bundesligist bei Vozar auf einen Spieler, der nahezu seine gesamte fußballerische Ausbildung im eigenen Nachwuchsleistungszentrum absolviert hat.
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