
Die ARD schickt ihre Reality-Gameshow Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung heute in die zweite Staffel. Das Erste zeigt am Donnerstag, 24. September 2026, gleich zwei neue Folgen. Um 18.50 Uhr beginnt Staffel 2 mit Ich bin ein Dorfbewohner, anschließend folgt um 19.15 Uhr Der Wolfshund. Beide Episoden feiern ihre TV-Premiere. Parallel setzt die ARD erneut stark auf die Mediathek, in der zum Staffelstart gleich die ersten vier Folgen bereitgestellt werden.
Die zweite Staffel umfasst zwölf Folgen und setzt auf ein größeres Teilnehmerfeld als im ersten Durchgang. 15 Spielende ziehen in ein abgeschiedenes Dorf in einem Wald. Mindestens drei von ihnen erhalten heimlich die Rolle eines Werwolfs. Die übrigen müssen herausfinden, wem sie vertrauen können und wer sie gezielt in die Irre führt. Als Sprecher und Erzähler ist erneut Schauspieler und Comedian Michael Kessler dabei. Eine klassische Moderation vor der Kamera gibt es nicht.
Der Staffelauftakt Ich bin ein Dorfbewohner ist die 13. Folge der gesamten deutschen Reihe und zugleich Staffel 2, Folge 1. Sie läuft von 18.50 bis 19.15 Uhr und hat damit eine Programmlänge von 25 Minuten. Im Mittelpunkt steht die Verteilung der geheimen Rollen. Noch bevor alle Karten gezogen sind, wird bekannt, dass sich eine Hexe unter den Spielenden befindet. Anschließend müssen sämtliche Teilnehmer behaupten, gewöhnliche Dorfbewohner zu sein. Jede Reaktion wird dadurch sofort zum möglichen Hinweis.
Um 19.15 Uhr folgt mit Der Wolfshund die 14. Folge insgesamt beziehungsweise Staffel 2, Folge 2. Das Erste plant dafür 30 Minuten bis 19.45 Uhr ein. Nach der Rollenzeremonie beginnen die ersten intensiveren Gespräche. Die Spieler beobachten Mimik, Körpersprache und Aussagen der anderen, während sich erste Verdächtigungen bilden. Eine neue Sonderrolle erhält dabei besondere Bedeutung: Der Wolfshund muss sich entscheiden, auf welcher Seite er spielen will. Wie diese Entscheidung ausfällt und wen die Werwölfe anschließend ins Visier nehmen, soll die Folge selbst zeigen.
Das Grundprinzip stammt aus dem Gesellschaftsspiel Die Werwölfe von Düsterwald von Philippe des Pallières und Hervé Marly. Für die Fernsehfassung wird daraus ein mehrtägiges Reality-Spiel. Zu Beginn bekommt jeder Teilnehmer per Zufallsprinzip eine geheime Rolle. Die Dorfbewohner versuchen, die Werwölfe zu identifizieren und aus dem Dorf zu wählen. Die Werwölfe kennen einander und bestimmen nachts gemeinsam einen Spieler, der das Spiel verlassen muss.
Am Tag wird diskutiert, verdächtigt und abgestimmt. Hinzu kommen sogenannte Quests. Dabei können Sonderrollen erspielt werden, die zusätzliche Fähigkeiten besitzen. Neu ist in der zweiten Staffel außerdem, dass die Werwölfe die Regeln bestimmter Quests bereits kennen und versuchen können, die Spiele zu beeinflussen. Für die übrigen Teilnehmer entsteht damit ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.
Die deutsche Produktion basiert zugleich auf einer französischen Formatidee. Das französische Loups-Garous übertrug das bekannte Gesellschaftsspiel zuvor bereits in ein aufwendig gestaltetes Reality-Setting. Auch die deutsche Fassung wurde im dafür errichteten Set in einem französischen Wald produziert. Hinter der deutschen Version steht ITV Studios Germany im Auftrag von BR, SWR und WDR, federführend ist der Bayerische Rundfunk.
Die ARD hat für die neue Staffel ein Teilnehmerfeld mit bewusst unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen zusammengestellt. Nach den veröffentlichten Steckbriefen spielen mit:
Die Daten zu Alter, Wohnort und Beruf stammen aus den offiziellen Teilnehmerporträts der ARD.
Michael Kessler übernimmt erneut die Erzählerrolle. Der Schauspieler und Comedian begleitet das Geschehen aus dem Off und führt die Zuschauer durch die wechselnden Tag- und Nachtphasen. Anders als bei vielen Reality-Shows steht damit kein klassischer Moderator im Zentrum. Die eigentliche Dynamik soll weitgehend aus den Gesprächen und Entscheidungen der Spielenden entstehen.
Die Produktion erhielt 2026 zusätzliche Aufmerksamkeit durch Auszeichnungen. Im Juni gewann Werwölfe bei den Deutschen Entertainment Awards in der Kategorie Best Adaptation. Die ARD bezeichnet die Show zudem inzwischen als mit dem Deutschen Fernsehpreis 2026 ausgezeichnetes Reality-Format.
Im linearen Fernsehen fiel das Publikum zum Start der ersten Staffel vergleichsweise klein aus. Bei der ersten im Ersten ausgestrahlten Folge schalteten 0,65 Millionen Menschen ein. Der Marktanteil lag bei 4,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag er bei 3,0 Prozent. Die unmittelbar folgende zweite Episode erreichte 0,40 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 3,7 Prozent insgesamt und bei 2,4 Prozent in der Altersgruppe von 14 bis 49 Jahren.
Deutlich stärker entwickelte sich das Format in der ARD Mediathek. Bis Anfang Dezember 2025 verzeichnete die erste Staffel nach Angaben der ARD mehr als fünf Millionen Abrufe und gehörte damit zu den meistgestreamten Unterhaltungsangeboten der ARD des Jahres. Spätere ARD-Angaben bezifferten die Zahl auf mehr als 5,9 Millionen Abrufe. Dieser Streaming-Erfolg war ein wesentlicher Hintergrund für die Fortsetzung.
Während im Ersten heute nur die ersten beiden Episoden der neuen Staffel laufen, veröffentlicht die ARD in ihrer Mediathek in drei Blöcken jeweils vier Folgen. Die Episoden 1 bis 4 der zweiten Staffel stehen ab dem 24. September bereit, nach den jüngsten offiziellen Angaben ab 20 Uhr. Die Folgen 5 bis 8 folgen am 1. Oktober. Die abschließenden Episoden 9 bis 12 sollen in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober veröffentlicht werden. Einen konkreten endgültigen Abrufzeitraum für die einzelnen neuen Folgen nennt die aktuelle Programmpresse noch nicht.
Im linearen Hauptprogramm bleiben dagegen nur ausgewählte Folgen vorgesehen. Nach dem heutigen Doppelpack zeigt Das Erste am 1. Oktober ab 18.50 Uhr noch die Folgen 5 und 6. Weitere Episoden laufen anschließend unter anderem im BR Fernsehen.
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