Bürgerhaus für Gremmendorf: York-Kasino soll bis 2028 zum Begegnungsort werden

Das Offizierskasino im York-Quartier Münster wird zum Demokratie- und Begegnungsort. Baubeschluss im März, Fertigstellung bis 2028 geplant.
Foto: Stadt Münster / Michael Möller

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Münster-Gremmendorf. Im York-Quartier in Münster steht eine große Umnutzung bevor: Das ehemalige Offizierskasino soll zu einem Bürgerhaus für Gremmendorf werden. Der Rat der Stadt Münster hat den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes sowie die Neugestaltung des umliegenden Geländes beschlossen. Ziel ist ein offener Treffpunkt für den Stadtteil, der kulturelle, soziale und demokratische Angebote bündelt.

Das Vorhaben ist auf mehrere Jahre angelegt. Noch 2026 sollen die Arbeiten beginnen. Bis Ende 2028 soll aus dem früheren Kasernengebäude ein neuer Ort für Begegnung, Austausch und ehrenamtliches Engagement entstehen.

Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes beschlossen

Das ehemalige Kasino aus den 1930er-Jahren soll denkmalgerecht saniert und zugleich modernisiert werden. Nach dem Umbau sind rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen, außerdem ist eine energetische Erneuerung geplant, damit das Gebäude künftig klimafreundlicher betrieben werden kann.

Für das Projekt sind Gesamtkosten von bis zu 9,68 Millionen Euro veranschlagt. Ein großer Teil davon kommt aus Berlin, denn der Bund unterstützt das Vorhaben mit fünf Millionen Euro über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Bürgerhaus soll vom Trägerverein organisiert werden

Den späteren Betrieb des Bürgerhauses soll der gemeinnützige Verein „York:Kasino Erinnern – Begegnen – Gestalten e.V.“ übernehmen. Der Rat entschied darüber im nicht öffentlichen Teil der Sitzung. Der Verein hat gemeinsam mit der Stadt bereits ein Nutzungs- und Betriebskonzept erarbeitet, an dem unter anderem das Kulturamt, das Amt für Immobilienmanagement und Münster Marketing beteiligt waren.

Das künftige Bürgerhaus soll bewusst offen angelegt sein. Geplant ist, dass Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen einbringen und das Programm im Stadtteil selbst mitentwickeln.

Raum für Kultur, Nachbarschaft und Demokratie

Vorgesehen sind nach den bisherigen Planungen unter anderem Lesungen zur Stadtteil- und Zeitgeschichte, Gesprächsformate zur Demokratiebildung, kulturelle Veranstaltungen und Nachbarschaftscafés. Auch neue Initiativen aus Gremmendorf sollen dort Platz finden. Damit soll das Bürgerhaus nicht nur eine feste Adresse für Veranstaltungen werden, sondern ein Ort, an dem sich Menschen aus dem Viertel aktiv beteiligen können.

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Schon vor dem eigentlichen Umbau gibt es erste Schritte in diese Richtung. Mit einer Lesung im Kaminzimmer begann im vergangenen November bereits eine erste Veranstaltungsreihe, weitere Formate sollen während der Sanierungsphase unter dem Titel „York:to go“ an verschiedenen Orten im Quartier folgen.

Aus dem Außengelände wird ein Bürgerpark

Neben dem Gebäude selbst wird auch das Umfeld neu gestaltet. Rund um das frühere Offizierskasino soll ein öffentlich zugänglicher Bürgerpark entstehen, wobei der historische Baumbestand erhalten bleiben soll. Geplant sind unter anderem ein „Platz der Begegnung“ im Eingangsbereich und ein neu gestalteter Kasinogarten auf der Rückseite.

Nach Angaben der Stadt soll das Projekt damit nicht nur soziale und kulturelle Ziele erfüllen, sondern auch Klima- und Artenschutz stärken. Für Gremmendorf entsteht so ein neuer öffentlicher Ort, der Begegnung, Aufenthaltsqualität und Stadtteilentwicklung miteinander verbinden soll.

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