
Der Brückenschaden Opladen Leichlingen wird den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich bis mindestens Ende September 2026 beeinträchtigen. Betroffen sind die Linien RE 7 und RB 48 von National Express. Während der ersten Reparaturphase kann der beschädigte Streckenabschnitt nur über ein Gleis befahren werden. Fahrgäste müssen deshalb mit Verspätungen, geänderten Laufwegen und einzelnen Teilausfällen rechnen.
Die Schäden wurden nach Angaben von National Express durch die für das Schienennetz zuständige DB InfraGO an einer Eisenbahnbrücke zwischen Opladen und Leichlingen festgestellt. Für eine erste Reparaturphase sind rund zehn Wochen vorgesehen.
Während dieser Arbeiten steht im Bereich der Brücke nur eines der beiden Gleise zur Verfügung. Eine großräumige Umleitung der Regionalzüge ist nach Angaben des Unternehmens nicht möglich. Als Gründe werden weitere Baustellen zwischen Leverkusen und Düsseldorf sowie die bereits hohe Auslastung des umliegenden Schienennetzes genannt. Für RE 7 und RB 48 wurde deshalb ein angepasstes Betriebskonzept ausgearbeitet.
Der Rhein-Münsterland-Express RE 7 kehrt am Samstag, 18. Juli 2026, auf seinen regulären Laufweg zurück. Die Züge verkehren damit wieder über Krefeld, Köln, Wuppertal und Hagen bis nach Rheine. Die zuvor geltende Umleitung wird beendet.
Eine Rückkehr zum normalen Linienweg bedeutet allerdings noch keinen störungsfreien Betrieb. Durch den eingleisigen Abschnitt sind weiterhin Verspätungen beim RE 7 zu erwarten. Steigt die Verzögerung im Tagesverlauf zu stark an, können einzelne Züge zwischen Münster und Rheine sowie zwischen Neuss und Krefeld vorzeitig enden oder erst an einem späteren Bahnhof beginnen.
Bei der Rhein-Wupper-Bahn RB 48 treten ebenfalls ab Samstag, 18. Juli, Änderungen in Kraft. Die Züge, die nur zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Köln Hauptbahnhof verkehren, sollen weiterhin nach dem regulären Fahrplan fahren. Aufgrund der eingeschränkten Streckenkapazität müssen Reisende aber auch bei diesen Verbindungen mit Verzögerungen rechnen.
Deutlich größere Auswirkungen gibt es bei den Fahrten zwischen Wuppertal-Oberbarmen, Köln und Bonn-Mehlem. Diese Züge beginnen und enden vorübergehend in Leverkusen-Manfort. Der Abschnitt zwischen Leverkusen-Manfort und Wuppertal-Oberbarmen entfällt bei diesen Verbindungen vollständig. Fahrgäste müssen dort andere Zugverbindungen nutzen.
Nach der aktuellen Planung der DB InfraGO soll die Brücke nach Abschluss der ersten Reparaturphase ab Ende September wieder auf beiden Gleisen befahrbar sein. Bis dahin bleiben die RE 7 und RB 48 Störungen voraussichtlich bestehen. Ein genauer Termin für die vollständige Freigabe wurde noch nicht genannt.
Auch nach dem Ende der eingleisigen Betriebsführung kann es weiter zu Verzögerungen kommen. Für die Brücke soll voraussichtlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung festgelegt werden, deren genaue Höhe noch offen ist. Der Brückenschaden Opladen Leichlingen könnte sich damit auch über den September hinaus auf die Fahrzeiten auswirken.
Fahrgäste sollten ihre geplante Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt über die digitalen Fahrplanauskünfte prüfen. Dort sollen kurzfristige Verspätungen, Zugausfälle und Änderungen der Start- oder Endbahnhöfe angezeigt werden.
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