Bekannter Esel aus Gievenbeck gestorben: So geht es für Fridolin weiter

Poitou-Esel Freddy aus Münster ist gestorben. Das Institut für Theologische Zoologie sucht nun einen neuen Partner für Fridolin.
Foto: nstitut für Theologische Zoologie (ITZ) am Haus Mariengrund in Münster-Gievenbeck

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Am Institut für Theologische Zoologie (ITZ) in Münster-Gievenbeck herrscht Trauer um einen langjährigen tierischen Bewohner. Poitou-Esel Freddy ist am 7. August 2026 im Alter von elf Jahren gestorben. Sein Halbbruder Fridolin lebt seitdem ohne seinen langjährigen Gefährten. Das Institut hat deshalb eine Spendenaktion gestartet, um möglichst schnell einen neuen Artgenossen aufnehmen zu können.

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Poitou-Esel Freddy stirbt nach Notoperation

Bereits am 6. August hatte Elisabeth Klingseis bemerkt, dass es Freddy schlecht ging. Eine Tierärztin wurde hinzugezogen. Am folgenden Tag musste der Esel in einer Tierklinik notoperiert werden. Dort starb Freddy während des Eingriffs. Als Ursache nennt das Institut eine Dünndarmverschlingung.

Freddy galt als besonders menschenbezogen und suchte häufig die Nähe seiner Bezugspersonen. Deshalb trug er auch den Spitznamen „Teddy“.

Freddy und Fridolin lebten seit 2017 in Münster

Freddy und sein Halbbruder Fridolin kamen im Frühjahr 2017 aus der Steveraue bei Olfen nach Münster. Am 4. April 2017 zogen die damals etwa zweieinhalb Jahre alten Poitou-Esel am Haus Mariengrund ein.

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Über die Jahre wurden beide Tiere auch im Stadtteil Gievenbeck bekannt. Ehrenamtliche gingen mit ihnen spazieren, Besucher kamen zur Eselweide. Beim ITZ waren Freddy und Fridolin zugleich Teil der Bildungsarbeit. Das Institut bezeichnet die Tiere als „Co-Therapeuten“ und „Lehrmeister“ und bezieht sie unter anderem in Seminare zu Mensch-Tier-Beziehungen, Biodiversität und Artenschutz ein.

Fridolin soll nicht lange alleine bleiben

Nach Freddys Tod kümmert sich ein rund zehnköpfiges Team besonders intensiv um Fridolin. Dauerhaft soll der Esel jedoch nicht ohne Artgenossen bleiben. Esel sind soziale Tiere und können enge Bindungen zu einzelnen Partnern entwickeln. Freddy und Fridolin hatten mehr als neun Jahre gemeinsam verbracht.

Gesucht wird deshalb möglichst schnell wieder ein Poitou-Esel, konkret ein Wallach im Alter zwischen etwa vier und 15 Jahren.

Spendenaktion für neuen Poitou-Esel

ITZ-Leiter Dr. Rainer Hagencord hat dafür eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Nach Angaben des Instituts werden insgesamt rund 7.000 Euro benötigt. Damit sollen unter anderem Anschaffung, Transport, tierärztliche Versorgung, Hufpflege und die Eingewöhnung des neuen Tieres finanziert werden.

In der Nacht zum 15. August 2026 waren bereits 3.640 Euro von 108 Spendern zusammengekommen. Auf der Plattform wurde zugleich ein sichtbares Spendenziel von 5.000 Euro angezeigt, während das Institut im Beschreibungstext einen Gesamtbedarf von rund 7.000 Euro nennt.

Poitou-Esel sind eine seltene Rasse

Die Suche nach einem passenden Tier dürfte nicht ganz einfach werden. Poitou-Esel stammen ursprünglich aus Frankreich und gehören zu den seltenen Eselrassen. Auffällig sind vor allem ihre Größe und das lange, zottelige Fell. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gibt es Bemühungen, die Rasse zu erhalten.

Das Institut für Theologische Zoologie wurde 2009 gegründet und ist seit 2017 am Haus Mariengrund in Münster-Gievenbeck ansässig. Freddy gehörte damit fast von Beginn an zum Standort. Nun hofft das Team, möglichst bald einen passenden neuen Gefährten für Fridolin zu finden.

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