22 Stunden gegen die Flammen: 510 Kräfte bei Waldbrand im Einsatz

22 Stunden gegen die Flammen: 510 Kräfte bei Waldbrand im Einsatz
Simbolbild, Ylvers auf Pixabay

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Der Waldbrand Wingertsweiher Ottweiler hat über zwei Tage hinweg einen Großeinsatz ausgelöst. Rund 510 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, DRK, THW, Polizei und weiteren Organisationen waren an der Brandbekämpfung zwischen Ottweiler und Steinbach beteiligt. Ein Campingplatz und eine Gaststätte mussten vorsorglich evakuiert werden. Mehrere Feuerwehrleute benötigten medizinische Hilfe, eine Einsatzkraft kam ins Krankenhaus. Erst nach rund 22 Stunden konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle am Freitagnachmittag an den Forst übergeben.

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Waldbrand zwischen Ottweiler und Steinbach breitet sich schnell aus

Die Feuerwehr Ottweiler war am Donnerstag, 13. August 2026, gegen 16.10 Uhr zu dem Brand in einem Waldstück am Wingertsweiher alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt war nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Neunkirchen eine weithin sichtbare Rauchwolke zu erkennen. Weil sich das Feuer schnell ausbreitete, wurden früh weitere Einheiten nachalarmiert.

Das weitläufige und teilweise schwer zugängliche Gelände erschwerte die Löscharbeiten erheblich. Besonders benötigt wurden deshalb geländegängige Tanklöschfahrzeuge. Unterstützung kam nicht nur aus dem Landkreis Neunkirchen, sondern auch aus dem Landkreis St. Wendel und dem Saarpfalz-Kreis. Mehrere Drohneneinheiten lieferten der Einsatzleitung Bilder des Brandgebietes und halfen dabei, die Ausbreitung des Feuers zu beurteilen.

Feuer am Wingertsweiher: Löschwasser über Kilometer transportiert

Eine der größten Herausforderungen beim Feuer am Wingertsweiher war die Wasserversorgung. Um genügend Löschwasser bis in das Waldgebiet zu bringen, mussten über mehrere Kilometer Schlauchleitungen verlegt werden. Unter anderem kamen der Wasserförderzug und der Waldbrandzug des Landkreises Neunkirchen zum Einsatz.

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Im Verlauf der Löscharbeiten gelang es den Kräften, eine weitere Ausbreitung des Waldbrands Wingertsweiher Ottweiler zu verhindern. Die starke Rauchentwicklung führte jedoch zu einer Bevölkerungswarnung. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten und den Bereich zu meiden. Die Rauchwolke war laut Feuerwehr weit über den Landkreis Neunkirchen hinaus sichtbar.

Campingplatz und Gaststätte vorsorglich evakuiert

Während des Großeinsatzes der Feuerwehr Ottweiler wurden ein nahe gelegener Camping- beziehungsweise Wohnwagenstellplatz und eine angrenzende Gaststätte mit Unterstützung der Polizei vorsorglich geräumt. Außerdem waren die B420 und die Zufahrt zum Wingertsweiher während der Löscharbeiten vollständig gesperrt.

Die hohen Temperaturen und die Belastung durch den Rauch wirkten sich auch auf die Einsatzkräfte aus. Mehrere Feuerwehrangehörige mussten vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Eine Einsatzkraft wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Angaben zu schweren Verletzungen weiterer Personen machte der Kreisfeuerwehrverband nicht.

Löscharbeiten dauern die ganze Nacht

Auch nach Einbruch der Dunkelheit wurde der Einsatz fortgesetzt. Das Technische Hilfswerk leuchtete die weitläufige Einsatzstelle aus. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm unter anderem die medizinische Absicherung und unterstützte bei der Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte.

Über Nacht suchten die Feuerwehrleute immer wieder nach Glutnestern und löschten diese ab. Am Freitagmorgen wurden die Arbeiten mit schwerem Gerät und Unterstützung des Saar-Forsts fortgesetzt. Erst kurz nach 14 Uhr, rund 22 Stunden nach Beginn des Einsatzes, konnte die Feuerwehr das Gebiet an den Forst übergeben. Danach liefen noch umfangreiche Rückbau-, Reinigungs- und Wartungsarbeiten, um Fahrzeuge und Material wieder einsatzbereit zu machen.

Ursache des Waldbrands bislang nicht genannt

Insgesamt waren nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes rund 510 Kräfte an dem Einsatz beteiligt. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren unter anderem Katastrophenschutz, THW, Polizei, Energieversorger und Bauhof eingebunden. Die Einsatzleitung lag bei Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack.

Zur Größe der tatsächlich abgebrannten Waldfläche und zur Ursache des Waldbrands zwischen Ottweiler und Steinbach enthält die Mitteilung keine Angaben. Auch eine Schadenshöhe wurde bislang nicht genannt.

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