Preußen Münster verpasst Heimsieg: 1:1 gegen Ingolstadt

Preußen Münster, Koulis droht Pause
Foto: Stefan Schwegmann

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Münster. Der SC Preußen Münster hat den zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel verpasst. Beim ersten Heimspiel der neuen Drittligasaison kam die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle am Samstag im LVM-Preußenstadion nicht über ein 1:1 gegen den FC Ingolstadt hinaus. Ryan Johansson brachte die Adlerträger nach 22 Minuten in Führung, nur sechs Minuten später glich Emre Gül für die Gäste aus.
Vor 12.842 Zuschauern, bei ausverkauftem Heimbereich, hatte Ingolstadt über weite Strecken die größere Zahl an Abschlüssen. Münster hielt dagegen, konnte sich nach der Pause aber nur noch wenige klare Möglichkeiten erarbeiten.

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Johansson sorgt für den Höhepunkt der ersten Halbzeit

Schon der Beginn des Heimauftakts verlief ungewöhnlich. Weil noch Rauch über dem Spielfeld lag, konnte die Partie nicht pünktlich um 14 Uhr angepfiffen werden. Nach dem verspäteten Start fand zunächst Ingolstadt besser ins Spiel. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und kamen in der neunten Minute zu ihrer ersten gefährlicheren Aktion. Münster dagegen verlor den Ball in der Anfangsphase mehrfach früh und fand zunächst kaum Kontrolle.

Nach rund 20 Minuten wurde der SCP zielstrebiger. Ryan Johansson sorgte schließlich für die bis dahin spektakulärste Szene der Begegnung. Der Offensivspieler setzte sich gegen mehrere Ingolstädter durch und schloss aus rund 17 Metern ab. Der Ball landete zur 1:0-Führung im Tor.

Lange durfte Münster den Vorsprung allerdings nicht genießen. Ingolstadt spielte nach dem Gegentreffer weiter mutig nach vorne und antwortete in der 28. Minute. Obed Ugondu bediente Emre Gül, der aus rund 18 Metern abzog und zum 1:1 traf. Die korrekte Schreibweise des Ingolstädter Angreifers lautet Obed Ugondu. Er gehört seit diesem Sommer zum Profikader des FCI.
Danach blieben die Gäste gefährlich. Kurz vor der Pause musste Morten Behrens nach einem Kopfball von Gül eingreifen und verhinderte einen Rückstand. Wenig später setzte Ugondu einen weiteren Versuch über das Tor. Mit dem 1:1 ging es schließlich in die Kabinen.

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Preußen Münster findet nach der Pause keinen zweiten Treffer

Trainer Thomas Wörle reagierte zur Halbzeit mit zwei Wechseln in der Defensive. Torge Paetow ersetzte Tim Dietrich, außerdem kam Antonio Tikvic für Lucas Zeller. Wörle ist seit diesem Sommer Cheftrainer der Preußen.
Doch auch zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Ingolstadt die ersten Akzente. Fredrik Carlsen bekam an der Strafraumgrenze eine gute Abschlussmöglichkeit, scheiterte jedoch an Behrens. Danach wurde Münster wieder aktiver. Johansson prüfte den Ingolstädter Schlussmann, anschließend kam Montell Ndikom zweimal zum Abschluss. Bei seinem Versuch in der 58. Minute musste David Klein im Tor des FC Ingolstadt zur Ecke klären. Der 20-Jährige wird beim FCI offiziell als David Klein geführt.
Trotz der Münsteraner Druckphase zeigte die Statistik nach 65 Minuten Vorteile für die Gäste. Ingolstadt hatte zu diesem Zeitpunkt elf Abschlüsse verzeichnet, der SCP fünf. Jeweils vier Versuche waren auf das Tor gekommen. Beim Ballbesitz lagen beide Mannschaften inzwischen gleichauf.

Danach wurde die Begegnung zunehmend zerfahrener. Münster eroberte zwar immer wieder Bälle und hatte Räume für Gegenangriffe, spielte diese Situationen jedoch mehrfach nicht sauber zu Ende. Wörle versuchte mit weiteren Wechseln neue Impulse zu setzen. Marvin Schulz kam für Ndikom, später ersetzte Oscar Vilhelmsson Felix Higl.

Klare Torchancen blieben in der Schlussphase allerdings aus. Auch eine Münsteraner Ecke in der 90. Minute fand keinen Abnehmer. Auf der anderen Seite brachte die letzte Ecke der Gäste ebenfalls keine Entscheidung, weil Tikvic die Situation klären konnte.

Vier Punkte nach zwei Spielen für den SCP

Nach vier Minuten Nachspielzeit stand das 1:1 fest. Damit bleibt Preußen Münster in der neuen Drittligasaison ungeschlagen. Zum Auftakt hatte der SCP am 8. August auswärts beim SV Wehen Wiesbaden mit 3:1 gewonnen. Nach zwei Spieltagen stehen damit vier Punkte zu Buche. Das 3:1 in Wiesbaden und das 1:1 gegen Ingolstadt werden auch auf der offiziellen Vereinsseite geführt.

Für die Mannschaft von Thomas Wörle war gegen Ingolstadt vor allem die Effizienz ein Problem. Nach Johanssons starkem Führungstreffer entwickelte Münster nur phasenweise genügend Gefahr. Gleichzeitig musste Behrens mehrfach eingreifen, besonders vor der Pause war der Torhüter ein wichtiger Faktor dafür, dass es beim Unentschieden blieb.

Auch für Wörle war die Begegnung eine Premiere. Der 44-Jährige übernahm den SCP im Sommer und bestritt gegen Ingolstadt sein erstes Liga-Heimspiel als Preußen-Trainer. Seine Position als Cheftrainer wird vom Verein offiziell bestätigt.

Das nächste Pflichtspiel der Preußen ist ebenfalls bereits fest terminiert. Am Freitag, 21. August 2026, empfängt Münster um 18 Uhr den Karlsruher SC im LVM-Preußenstadion. Die Begegnung gehört zur ersten Runde des DFB-Pokals.

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