Boxzentrum Münster holt Sportpreis mit ungewöhnlichem Förderprojekt

Mehr als Boxen: Münsteraner Verein gewinnt Sportpreis für Jugendförderung
Foto: Volksbank im Münsterland eG

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Münster. Das Boxzentrum Münster hat beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ 2026 den regionalen ersten Platz gewonnen. Ausgezeichnet wurde der Verein für sein Projekt „Farid’s QualiFighting“, das Boxtraining mit schulischer und beruflicher Förderung verbindet. Rund 80 Kinder und Jugendliche nutzen das Angebot regelmäßig. Mit dem Gewinn des „Großen Stern des Sports“ in Bronze erhält der Verein 1.500 Euro Preisgeld und steht nun auch im Finale auf Landesebene.

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Boxzentrum Münster unterstützt Jugendliche über den Sport hinaus

Beim Projekt „Farid’s QualiFighting“ geht es um weit mehr als das Training im Boxring. Das Boxzentrum Münster verbindet sportliche Aktivitäten mit Unterstützung im Schulalltag und bei der beruflichen Orientierung. Kinder und Jugendliche, insbesondere aus schwierigen sozialen Verhältnissen, bekommen Hilfe bei Hausaufgaben, bei der Vorbereitung auf Schulabschlüsse sowie bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Nach Angaben der Volksbank im Münsterland nehmen monatlich rund 80 junge Menschen regelmäßig an dem Angebot teil.

Für dieses Engagement erhielt das Boxzentrum den ersten Platz beim regionalen Wettbewerb „Sterne des Sports“ 2026. Die Volksbank im Münsterland hatte den Wettbewerb erstmals in ihrem gesamten Geschäftsgebiet ausgeschrieben. Insgesamt bewarben sich 17 Vereine. Eine Jury mit Vertretern aus dem Sport und der Bank wählte drei Preisträger aus. Die Auszeichnung fand direkt im Boxzentrum Münster statt. Neben der Trophäe erhält der Verein 1.500 Euro Preisgeld, das für die weitere Projektarbeit eingesetzt werden kann. Mit dem Sieg hat sich das Boxzentrum zugleich für den Landeswettbewerb qualifiziert und gehört dort zu den sechs Finalisten. Die Landessiegerehrung findet am 23. November 2026 in Oberhausen statt.

Weitere Auszeichnungen gehen nach Ibbenbüren und Münster

Den zweiten Platz belegte die Ibbenbürener Spielvereinigung 08 mit ihrem Projekt „Offensiv Demokratie verteidigen“. Der Verein beschäftigt sich mit demokratischen Werten, Menschenrechten und dem Umgang mit Diskriminierung und Extremismus im Sport. Dazu setzt er unter anderem Videos, Informationsmaterialien und Beteiligungsangebote ein. Für das Projekt erhält die Spielvereinigung 1.000 Euro Preisgeld.

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Auf dem dritten Platz landete der Münsteraner Verein Move and Meet mit dem Projekt „Swim and Meet“. Das Angebot richtet sich an Frauen mit und ohne Migrations- oder Fluchterfahrung und soll ihnen den Zugang zum Schwimmen erleichtern. Neben dem Erlernen und Verbessern der Schwimmfähigkeiten stehen Selbstvertrauen und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt. Seit April 2025 hat der Verein nach eigenen Angaben 230 Frauen in 23 Kursen erreicht. Für den dritten Platz erhält Move and Meet 500 Euro. Auch die übrigen 14 teilnehmenden Vereine bekommen eine finanzielle Anerkennung von jeweils 250 Euro.

Sterne des Sports würdigen gesellschaftliches Engagement

Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ wird seit 2004 vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken Raiffeisenbanken veranstaltet. Im Mittelpunkt stehen Vereine, die sich über ihre eigentliche sportliche Arbeit hinaus gesellschaftlich engagieren. Ausgezeichnet werden unter anderem Projekte, die Bildung, Integration, demokratische Teilhabe oder den sozialen Zusammenhalt fördern.

Für das Boxzentrum Münster ist der regionale Sieg noch nicht das Ende des Wettbewerbs. Bei der Auszeichnung auf Landesebene am 23. November trifft der Verein auf fünf weitere Finalisten aus Nordrhein-Westfalen. Dort entscheidet sich, ob das Münsteraner Projekt auch einen Stern des Sports auf Landesebene erhält.

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