Provinzial Logo
Consident.de

Evakuierung in Osnabrück wegen Verdacht auf Blindgänger: Tausende betroffen

In Münster-Gremmendorf wurde eine Bombe, bzw. ein Blindgänger gefunden. Die Evakuierung ist im Gange. Alle Infos zu Einschränkungen und Maßnahmen hier.
QUelle: Unplash, Jonas Augustin

Teilen:

Die Evakuierung in Osnabrück wegen Verdacht auf Blindgänger betrifft rund 14.000 Menschen, die bis Sonntagmorgen um 7 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen. Der Verdacht auf mehrere Blindgänger auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs sorgt für umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Die Arbeiten zur Untersuchung und möglichen Entschärfung könnten sich bis Mitternacht hinziehen. Für viele stellt dies eine erhebliche Belastung dar, doch die Stadt betont die Notwendigkeit der Maßnahmen.

Blindgänger-Verdacht: Großevakuierung in Osnabrück

Am Sonntagmorgen werden Verdachtsfälle von Blindgängern auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Osnabrück untersucht. Das Areal, auf dem ein neues Stadtviertel geplant ist, wird auf Kriegsrelikte geprüft. Die Arbeiten erfordern eine großflächige Evakuierung, die Tausende Bewohner, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen betrifft. Neben den Wohngebieten müssen zwei Krankenhäuser, drei Altenpflegeeinrichtungen und etwa 300 Gewerbebetriebe evakuiert werden. Auch der Hauptbahnhof ist Teil des betroffenen Gebiets und bleibt den ganzen Tag gesperrt. Der Zugverkehr wird weiträumig umgeleitet oder durch Schienenersatzverkehr ersetzt.

Evakuierung in Osnabrück wegen Verdacht auf Blindgänger: Unterstützung für Betroffene

Die Stadt Osnabrück organisiert ab 6 Uhr Busse, die betroffene Bewohner zu Sammelpunkten transportieren. Besonders gefährdete Personen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erhalten zusätzlichen Schutz durch wassergefüllte Container. Diese sollen im Falle einer Explosion Druckwellen abschwächen und die Sicherheit erhöhen. Die Stadt stellt zudem Notunterkünfte für Personen bereit, die keine alternativen Aufenthaltsorte haben.

Sanktionen: Strafen bei Verstößen gegen die Evakuierungspflicht

Um die Sicherheit während der Evakuierung zu gewährleisten, drohen Personen, die das Sperrgebiet nicht verlassen, empfindliche Geldstrafen. Bußgelder zwischen 300 und 5000 Euro sind möglich. Zudem wird die Polizei notfalls Zwangsmaßnahmen ergreifen, um das Gebiet zu räumen. Die Stadt appelliert an die Bewohner, die Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen.

Hintergrund: Neues Stadtviertel und gefährliche Altlasten

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Osnabrück ist ein wichtiges Entwicklungsprojekt. Hier soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen. Doch die Pläne werden durch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erschwert. Solche Überbleibsel finden sich immer wieder in deutschen Städten und stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. In Osnabrück werden am Sonntag die Verdachtsstellen untersucht. Falls Blindgänger gefunden werden, erfolgt eine Entschärfung durch Experten.

Dauer der Arbeiten: Rückkehr noch unklar

Die Arbeiten an den Verdachtsstellen beginnen am Sonntagmorgen und könnten sich bis in die späten Abendstunden ziehen. Eine Rückkehr der betroffenen Bewohner ist frühestens nach Abschluss der Arbeiten möglich. Die Stadt bittet um Geduld und Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen.